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Lionel Lincoln, oder die Belagerung von Boston / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., verb. und mit Anmerkung versehenen Ausg. übertr. von Eduard Mauch
Entstehung
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beiſammen wohnen. Doch iſt es Pflicht für den Dichter, dieſen Irrthümern zu willfahren; denn nicht leicht gibt es einen Fehler, der ſeiner Strafe ſicherer wäre, als der iſt, welchen ein Schriftſteller begeht, wenn er ſeine Leſer zu be⸗ lehren ſucht, während ſte nur unterhalten ſeyn wollen. Dem Verfaſſer haben ſich dieſe Wahrheiten durch Erfahrung und zwar noch ſelten deutlicher aufgedrängt, als in den Schwierig⸗ keiten, auf welche er bei Abfaſſung dieſer ſeiner einzigen hiſtoriſchen Erzählung ſtieß ſowie in der Aufnahme, welche ſte bei der Leſewelt gefunden. Daß er die Meinung der Letzteren nicht unbeachtet gelaſſen, hat er dadurch bewieſen, daß er alle ähnlichen Verſuche unterließ, auf deren Nutzloſtg⸗ keit er mit eben ſo viel Beſtimmtheit als Schonung aufmerk⸗ ſam gemacht wurde.

Wenn einem Romanſchreiber erlaubt iſt, die Zeitfolge zu ändern und Ereigniſſe und Gebräuche aus verſchiedenen Zeitaltern als die ihm gebührenden Hülfsmittel zuſammen⸗ zuwählen, ſo hat er dagegen im Falle des Mißglückens auch kein Recht, den Tadel irgend einem andern Umſtande als ſeiner eigenen Unfähigkeit zuzuſchreiben; wenn aber beſondere Umſtände ſeinem Erfolg ſich entgegenſtellten, ſo muß ihm und dieß beſonders, wenn er ſeinen Fehler durch Widerruf eingeſteht zu ſeiner eigenen Rechtfertigung zu ſagen erlaubt ſeyn, daß ſein Hauptirrthum darin beſtand, ſich in ein Unter⸗ nehmen einzulaſſen, das überhaupt und unter keinen Ver⸗ hältniſſen gut durchgeführt werden konnte.