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weiß, daß Ihr eine treue Anhänglichkeit an die Freiheiten Ameri⸗ ka's bewieſen habt.“
Während dieſer Worte richtete Harvey allmählich den Kopf
wieder auf, bis er ganz aufrecht daſtand. Ein ſchwaches Roth flog über ſeine Wangen, und als der Offizier ſchloß, war eine tiefe Glut über ſein ganzes Geſicht ausgegoſſen! ſeine Bruſt hob ſich in ſtolzeren Gefühlen, indeß die Augen beſcheiden die Füße des Spre⸗ chers ſuchten.
„Ich erfülle jetzt nur meine Pflicht, indem ich Euch für dieſe Dienſte belohne. Bisher habt Ihr es immer verſchoben, eine Vergütung anzunehmen, und die Schuld hat ſich bedeutend ange⸗ häuft.— Ich möchte Eure Wagniſſe nicht zu gering anſchlagen;— hier ſind hundert Dublonen. Gedenket der Armuth Eures Vaterlandes und meßt es dieſer bei, daß Eure Belohnung ſo gering ausfällt.“
Der Haufirer erhob die Augen zu den Zügen des Sprechers; als dieſer ihm aber das Geld hinbot, trat er zurück, als ob er den Beutel zurückzuweiſen beabſichtige.
„Ich gebe zu, es iſt nur wenig für Eure Dienſte und Ge⸗ fahren,“ fuhr der General fort;„aber es iſt Alles, was ich geben kann. Wenn der Feldzug zu Ende iſt, ſteht es vielleicht in meiner Macht, noch etwas Weiteres zu thun.“
„Glauben Euer Excellenz, daß ich mein Leben auf's Spiel ſetzte und meinen Namen der Schande preis gab, um des Goldes willen?“
„Wenn nicht um Gold, weßhalb ſonſt?“
„Was hat Euer Ereellenz in's Feld geführt? Weßhalb ſetzen Sie täglich und ſtündlich Ihr koſtbares Leben den Gefahren der Schlacht und dem Stricke aus? Was iſt viel an mir gelegen, wenn Männer, wie Sie, ihr Alles für das Vaterland wagen? Nein— nein— nein— nicht einen Dollar von Ihrem Golde will ich berühren; das arme Amerika hat Alles nöthig!“
Der Beutel entglitt der Hand des Offtziers und ſiel zu den
Füßen des Krämers nieder, wo er während der übrigen Beſprechung


