den Fremden in ein anderes Zimmer zum Abendeſſen zu führen, ohne von ihm etwas, was irgend einen Aufſchluß über ſeinen Cha⸗ rakter geben mochte, erfahren zu haben. Herr Harper bot Sara Wharton den Arm, und ſie traten mit einander in's Speiſezimmer, während Franziska folgte, ohne zu wiſſen, ob ſie nicht vielleicht die Gefühle des Gaſtes ihres Vaters verletzt habe.
Der Sturm begann außen mit aller Heftigkeit zu toben, und die Regengüſſe, welche gegen die Wände des Gebäudes ſchlugen, weckten jenes ſtille Gefühl von Behaglichkeit, welches ſolche Töne in einem angenehmen warmen Zimmer hervorzubringen im Stande ſind, als plötzlich ein lautes Pochen den treuen Schwarzen wieder an das Außenthor rief. Eine Minute ſpäter kehrte der Diener wieder zurück und theilte ſeinem Herrn mit, daß ein zweiter Rei⸗ ſender, vom Sturm überfallen, um Einlaß und um ein Obdach für die Nacht bitte.
Bei den erſten Tönen der ungeduldigen Aufforderung dieſes neuen Bewerbers hatte Herr Wharton ſich mit ſichtlichem Mißbe⸗ hagen von ſeinem Sitze erhoben, und während er die Blicke raſch von ſeinem Gaſte zur Zimmerthüre gleiten ließ, ſchien er von dieſer zweiten Störung etwas zu erwarten, was mit dem Fremden, der die erſte veranlaßt hatte, in Verbindung ſtand. Er hatte kaum Zeit, dem Schwarzen leiſe den Auftrag zu geben, daß er den neuen Ankömmling hereinführen ſolle, als die Thüre haſtig aufgeriſſen wurde, und der Fremde ſelbſt in's Zimmer trat. Er hielt einen Augenblick an, als er Harper's anſichtig wurde, und wiederholte dann in mehr förmlicher Weiſe das Geſuch, welches er bereits dem Diener vorgetragen hatte. Herrn Wharton und ſeiner Familie kam dieſer neue Beſuch äußerſt ungelegen; aber das Ungeſtüm des Wet⸗ ters und das Ungewiſſe der Folgen, wenn man dem Fremden ein Obdach verweigerte, veranlaßte den alten Herrn, wenn auch mit Widerwillen, der Bitte zu willfahren.
Miß Peyton ließ einige Schüſſeln wieder aufſtellen, und der
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