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Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780 / von J. F. Cooper. Nach der von dem Verfasser durchges., verb., mit einem neuen Vorw. und mit Noten begleiteten Ausg. übertr. von C. Kolb
Entstehung
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er ſich zu weihen vorgab, eifrig erſcheinen und überhaupt allem aufbieten, um ſich ſo viel als möglich in den Beſtitz der Geheimniſſe des Feindes zu ſetzen. Dieſe theilte er na⸗ türlich dem Committee mit, welches dann Sorge trug, durch alle ihm zu Gebot ſtehenden Mittel den Planen der Eng⸗ länder entgegen zu arbeiten, was auch oft mit gutem Erfolge geſchab.

Es verſteht ſich von ſelbſt, daß ein derartiger Dienſt mit großer perſönlicher Gefahr begleitet war. Zu der Be⸗ ſorgniß, daß ſeine wahre Abſicht entdeckt werden könnte, ge⸗ ſellte ſich auch noch die, in die Hände der Amerikaner ſelbſt zu fallen, welche derartige Vergehungen bei Landeseingeborenen unabanderlich viel ſtrenger heimſuchten, als bei den Euro⸗ päern, derer ſie habhaft werden konnten. In der That wurde auch Herrn. s Agent mehreremale von den je⸗ weiligen Machthabern aufgegriffen und einmal ſogar von ſeinen erbitterten Landsleuten zum Strange verurtheilt. Nur ein ſchleuniger geheimer Befehl an ſeinen Gefängnißwärter rettete ihn von einem ſchmählichen Tode. Man ließ ihn entwiſchen, und dieſe ſcheinbare und in der That auch wirkliche Gefahr trug viel dazu bei, ihm ſeine Rolle bei den Engländern zu erleichtern. Von den Amerikanern wurde er in ſeiner kleinen Sphäre als ein kühner und eingefleiſchter Tory betrachtet. In dieſer Weiſe fuhr er während der erſten Jahre des Kampfes fort, trotz der Gefahren, die ihn ſtünd⸗ lich umringten, und obſchon er beharrlich der Gegenſtand