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des Geiſtes ſeine Züge zu überfliegen. Die Anſtrengung und die Veränderung ſeiner Lage hatten bald eine ſolche Erſchöpfung zur Folge, daß man ihn zu Bette bringen mußte, wo er viele Stunden liegen blieb, zwar erfreut über die neue Bequemlichkeit, die ſich ihm jetzt darbot, aber auch ein ſchmerzliches Bild der menſchlichen Natur, in welchem ſich deutlich ausſprach, daß die thieriſchen Nei⸗ gungen fortwähren, ſelbſt wenn der edlere Theil unſeres Weſens entſchwunden iſt.
Effingham verließ ſeinen Großvater nicht, bis derſelbe zur Ruhe gebracht war, worauf Natty an ſeiner Seite Platz nahm. Dann erſt entſprach er den Aufforderungen des Richters, ihm in das Bibliothekzimmer zu folgen, wo der Letztere nebſt Major Hart⸗ mann ſeiner harrte.
„Lies dieſes Papier, Oliver,“ begann Marmaduke, als der Jüngling eingetreten war,„und Du wirſt finden, daß es mir nicht entfernt zu Sinne kam, Deiner Familie bei meinen Lebzeiten Un⸗ recht zu thun, der ich mir's im Gegentheil zur Aufgabe machte, Sorge zu tragen, daß ihr auch nach meinem Tode noch Gerech⸗ tigkeit widerfahre.“
Der Jüngling nahm das Blatt, und der erſte Blick ſagte ihm, daß es das Teſtament des Richters ſey. Trotz ſeiner Aufregung entgieng es ihm doch nicht, daß das Datum genau mit der Zeit zuſammentraf, da er an Marmaduke jene ungewöhnliche Gemüths⸗ beſchwerung wahrgenommen hatte. Während des Leſens begannen ſeine Augen feucht zu werden, und die Hand, welche das Document hielt, zitterte heftig.
Das Teſtament begann mit den gewöhnlichen Förmlichkeiten, die durch den Scharfſinn des Herrn Van der School noch weit⸗ läufig ausgeſponnen waren; nach der Einleitung ließ ſich jedoch Marmaduke's Styl nicht verkennen. Er berichtete in klarer, be⸗ ſtimmter, männlicher und ſogar beredter Sprache ſeine Verbindlich⸗ keiten gegen den Oberſten Effingham, die Natur ihrer Verbindung


