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und es war nur eine Stimme, daß man verſuchen müſſe, die Ver⸗ brecher zur Strafe zu ziehen. Richard blieb nicht taub bei ſolchen Bewegungen, und noch deſſelben Nachmittags ſchickte er ſich allen Ernſtes an, ſein Amt zu verſehen.
Mehrere kräftige junge Männer wurden auserleſen und ge⸗ heimnißvoll bei Seite genommen, um, zwar Angeſichts der ganzen Dorfbevölkerung, aber außer dem Bereiche von deren Ohren die Aufträge des Sheriffs zu erhalten. Dienſteifrig und mit einer Geſchäftigkeit, als ob das Schickſal einer Welt von ihrer Thätig⸗ keit abhienge, eilten dieſe Jünglinge in die Berge, indem ſie zugleich ſo geheimnißvoll thaten, als ſeyen ſie mit der allerwichtigſten Staatsangelegenheit betraut worden.
Punkt zwölf Uhr wirbelte eine Trommel vor dem kühnen Dra⸗ goner, und Richard erſchien in der Begleitung des Capitäns Holli⸗ ſter, welcher ſich in ſeiner Uniform als Commandant der Temple⸗ toner leichten Infanterie präſentirte, um von Letzterem im Intereſſe der Geſetzeswahrung ein Aufgebot des Landſturms zu verlangen. Es fehlt uns hier an Raum, um die Reden mitzutheilen, welche bei dieſer Gelegenheit von den genannten beiden Ehrenmännern ge⸗ halten wurden; ſie ſind aber aufbewahrt in den Spalten der klei⸗ nen blauen Zeitung, welche noch an Ort und Stelle zu finden iſt, und ſollen der Geſetzeskunde des Einen und der militäriſchen Präciſion des Andern viel Ehre machen. Man hatte vorläufig bereits Alles angeordnet, und da der rothröckige Tambour fort⸗ fuhr, ſeinen Wirbel zu ſchlagen, ſo traten bald ungefähr fünf⸗ undzwanzig Soldaten auf, welche ſich ſofort in Schlachtordnung ſtellten.
Dieſes Corps beſtand aus Freiwilligen und war von einem Manne commandirt, welcher die erſten fünfunddreißig Jahre ſeines Lebens in Feldlagern und Garniſonen zugebracht hatte; es galt daher als das non plus ultra von militäriſcher Zucht auf viele Meilen im Umkreiſe, wie denn auch der einſichtsvollere Theil der


