er ſich ſonſt ein bischen zu gute that—„Monſteur Le Quaw, ich bitte, laſſen Sie mein Bein los; wenn Sie es ſo feſt anfaſſen, ſo iſt es kein Wunder, daß die Pferde zurückgehen.“
„Barmherziger Himmel!“ rief der Richter,„wir ſind Alle verloren.“
Eliſabeth ſtieß einen durchdringenden Schrei aus, und der Schwarze, der die Pferde des andern Sleighs lenkte, veränderte ſeine Farbe zu einem ſchmutzigen Weiß.
In dieſem bedenklichen Augenblick ſprang der Jäger, der waͤhrend der gegenſeitigen Begrüßungen in ſtummem Schweigen da geſeſſen, aus Marmadukes Schlitten und eilte zu den wider⸗ ſpenſtigen Grauſchimmeln. Die Pferde, auf welche Richard noch immer unbarmherzig und unverſtändig lospeitſchte, drängten noch immer zurück und droheten, der Quälerei ein ſchleuniges und ſchreckliches Ende zu machen. Der Jüngling verſetzte denſelben einen kräftigen Schlag vor den Kopf, daß ſie zur Seite prallten und wieder in den früheren Weg einbogen. Der Sleigh wurde dadurch zwar ſeiner gefährlichen Lage entriſſen, ſchlug aber nichts deſto weniger um, ſo daß der Deutſche und der Geiſtliche ohne viele Umſtände, jedoch auch ohne Gefährdung ihrer Knochen, auf die Landſtraße geworfen wurden. Richard beſchrieb ein Kreis⸗
ſegment durch die Luft, von dem die Zügel die Radien bildeten,
und langte in einer Entfernung von ungefähr fünzig Fußen mit in die Höhe geſtreckten Beinen auf demſelben Schneedamme an, vor dem die Pferde geſcheut hatten. Da er bei dieſer Luftfahrt, wie Ertrinkende den Strohhalm, inſtinktartig die Zügel feſt gehalten hatte, ſo entſprach er auf eine bewunderungswürdige Weiſe dem Zweck eines Ankers. Der Franzoſe, der ſich in dem Schlitten ſprungfertig gemacht hatte, kam faſt in der Stellung der Knaben, wenn ſie Laubfroſch ſpielen, gleichfalls zum Fliegen, und fuhr mit ſeinem Kopfe in den Schneedamm, wo er liegen blieb und ſeine dünnen Beine wie eine in einem Kornfelde ſtehende Vogelſcheuche


