koſtſpielige Farbe nur an der Vorderſeite, indem ihre weniger ehr⸗ geizigen, aber ſparſameren Beſitzer die übrigen mit einem ſchmutzigen Roth übertüncht hatten. Ein Paar hatten allmählig das Nuß⸗ braune des Alters angenommen; aber die unbeworfenen Balken, die ſich durch die zerbrochenen Fenſter in den Gelaſſen des zweiten Stockes blicken ließen, bewieſen, daß entweder der Geſchmack oder die Citelkeit ihrer Eigenthümer ſie zu einem Unternehmen veranlaßt hatte, welches ſie nicht zu vollenden im Stande waren. Die Gruppirung des Ganzen war eine Nachäffung der Straßen einer Stadt, wobei man augenſcheinlich die Anleitung eines Mannes befolgt hatte, dem es mehr um die Bedürfniſſe der Nachkommen, als um die Bequemlichkeit der gegenwärtigen Generation zu thun geweſen. Drei oder vier beſſere Gebäude, mit einem gleichförmigen Anſtrich, waren mit grünen Fenſterblenden verſehen, welche, in dieſer Jahreszeit wenigſtens, ſeltſam gegen den erkältenden Anblick des Sees, der Berge, der Wälder und des weiten Schneegefilds ab⸗ ſtachen. Vor den Thüren dieſer anſpruchsvolleren Wohnungen ſtanden einige junge Bäume, die entweder zweiglos, oder doch nur mit den ſchwachen Schößlingen einiger Sommer— wie ebenſoviele Grenadiere ausſahen, die an dem Portale eines Fürſtenbaus Wache ſtehen. In der That waren dieſe Gebäude auch der Sitz des Adels von Templeton, deſſen König Marmaduke war. Es wohnten da einige rechtskundige junge Männer, eine gleiche Anzahl guter Krämer, die unter dem Titel von Kaufleuten für die Bedürfniſſe der Gemeinde ſorgten, und ein Schüler des Aeſeulap, der ſich des ſeltenen Glückes erfreute, mehr Menſchen in die Welt, als aus der Welt gefördert zu haben. In der Mitte dieſer wunderlichen Häuſer⸗ gruppe erhob ſich der Wohnſitz des Richters, alle ſeine Nachbarn bei weitem überragend und von einem mehrere Morgen haltenden eingezäunten Baumgut umgeben. Die Bäume deſſelben ſtammten noch zum Theil von den Indianern her und bildeten deßhalb in ihrer Hinfälligkeit und mit ihren moosbewachſenen Rinden einen
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Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., mit einem neuen Vorw. und mit Noten begleiteten Ausg. übertr. von C. Kolb
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