ſonſtigen augenfälligen Gegenſtand einer fleckenloſen Wolke ähnelte, die über der Erde lagerte. Nur einige dunkle bewegliche Punkte ließen ſich auf der ebenen Fläche unterſcheiden, die Eliſabeth's ſcharfes Auge für eben ſo viele Schlitten erkannte, welche von oder nach dem Dorfe fuhren. An dem weſtlichen Rande des Thal⸗ grundes war das Gebirg— obſchon gleich hoch— doch weniger ſchroff und hatte unregelmäßige Thaleinſchnitte, Terraſſenbildungen und Eintiefungen, welche der Cultivirung zugänglich waren. Ob⸗ gleich das Immergrün der Nadelhölzer noch auf vielen der Berge, welche auf dieſer Seite des Thales in die Höhe ſtiegen, vorherrſchend war, ſo boten doch die wellenförmigen Umriſſe des mit Buchen⸗ und Ahornwäldern bedeckten ferneren Gebirgs dem Auge einen ange⸗ nehmen Wechſel und ließen einen milderen Boden hoffen. Hin und wieder waren mitten in den Forſten der entgegengeſetzten Berge weiße Stellen zu ſehen, welche durch den Rauch, der über den Spitzen der Bäume emporwirbelte, kund thaten, daß dort Menſchen wohnten und der Feldbau ſeinen Anfang nähme. Dieſe Stellen, obgleich meiſtens nur klein und inſelartig, waren doch bisweilen durch die vereinte Bemühung von Menſchenhänden erweitert und zu einem Umfang gediehen, den man eine Anſiedelung zu nennen pflegt; wie denn überhaupt der Wechſel, welchen die ausdauernde Anſtrengung von Menſchen hervorbrachte, die ſich von dem Erfolg ihres Unternehmens ihr ganzes Glück verſprachen, ſo überraſchend ſchnell weiter griff, daß es Eliſabeth's Einbildungskraft nicht ſchwer wurde, ſich vorzuſtellen, die Veränderungen, welche die kurze Friſt von einigen Jahren in dem Ausſehen dieſes Landſtriches geſchaffen, nähmen unter ihren Augen zu, während ſie dieſelben mit ſtummer Bewunderung betrachtete. Die Gränzpunkte auf der Weſtſeite dieſer merkwürdigen Fläche, auf denen keine Pflanze Wurzel gefaßt hatte, waren weit größer und zahlreicher, als die im Oſten, und beſonders einer derſelben ſchob ſich in einer Weiſe vor, daß er auf jeder Seite ſchöne, gekrümmte Schneebuchten bildete. An ſeinem
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Die Ansiedler an den Quellen des Susquehanna : ein Zeitgemälde / von J. F. Cooper. Nach der letzten, vom Verfasser durchges., mit einem neuen Vorw. und mit Noten begleiteten Ausg. übertr. von C. Kolb
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