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Drittes Kapitel.
Was rings um iſt, hat die Natur geſchaffen: Die Felſen, hebend ihre mooſ'’gen Häupter Gleich Schloſſeszinnen einer alten Zeit! Die ſtolzen Stämme, deren breite Aeſte Der Winterſtürme Wuth durchſchüttert! Das eiſ'ge Feld, das in der Sonne Strahl Die Weiße einer Marmorbruſt verſpottet! Doch wie der Jungfrau Ruf bekleckſt die Schmähſucht, Alſo dies Bild des Menſchen Ungeſchmack. Duo.
Es vergieng eine Weile, ehe Marmaduke Temple ſich von ſei⸗ ner Beſtürzung ſoweit erholt hatte, um ſeinen neuen Begleiter näher betrachten zu können. Jetzt aber bemerkte er, daß derſelbe ein Jüngling von ungefähr zwei oder dreiundzwanzig Jahren und etwas mehr als mittlerer Größe war. Weiter ließ ſich durch den groben Mantel, welcher, gleich dem des alten Jägers, durch einen Gürtel von Wollenzeug an dem Leibe feſtgehalten wurde, nicht erkennen. Die Augen des Richters erhoben ſich, nachdem ſie einen Moment auf der ganzen Geſtalt des jungen Mannes geruht hatten, prüfend zu deſſen Antlitz, in dem ſich, als der Fremde den Sleigh beſtieg, ein Zug von Widerwill en ausgeſprochen hatte, welcher nicht nur Eliſabeths Aufmerkſamkeit auf ſich zog, ſondern auch ihre geheime Neugierde nach dem Grunde derſelben weckte. Am lebhafteſten erſchien ſeine Verlegenheit, als er ſeinem alten Be⸗ gleiter Verſchwiegenheit einſchärfte, und ſelbſt, nachdem er ſich ent⸗ ſchloſſen— oder vielmehr, ſich hatte drängen laſſen, den Reiſenden nach dem Dorfe zu folgen, zeigten ſeine Blicke keinen beſonders hohen Grad von Selbſtzufriedenheit über dieſen Schritt. Doch wurden die Linien ſeines ungewöhnlich anſprechenden Geſichts all⸗ mählig ruhig, und jetzt ſaß er ſchweigend, in tiefes Nachſinnen verſenkt, da. Der Richter blickte ihn eine Weile ernſt an und


