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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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aber um anderer Leute Elend und Heirathen, als ob ich nicht ſelber genug Leides auf dem Herzen trüge! Sagen Sie mir nichts, Mabel, ſagt mir nichts, Jasper! Laßt mich im Frieden und wie ein Mann meinen Weg ziehen. Ich habe euer Glück geſehen, und das iſt ſchon etwas Namhaftes; ich werde um ſo eher im Stande ſeyn, meinen Kummer zu tragen. Nein ich will Sie nicht wieder küſſen, Mabel; ich will Sie nie wieder küſſen. Hier iſt meine Hand, Jasper; drückt ſie, Junge, drückt ſie ohne Um⸗

ſtände;'s iſt die Hand eines Mannes, und nun, Mabel da.

haben Sie ſie auch; nein, nicht ſo Mabel wollte ſie küſſen und in Thränen badenSie müſſen das nicht thun

Pfadfinder, fragte die junge Frau;wann werden wir Euch wieder ſehen?

Ich habe auch ſchon daran gedacht ja, ich habe daran gedacht. Wenn einmal die Zeit kömmt, wo ich Sie ganz als eine Schweſter betrachten kann, Mabel, oder als mein Kind es iſt beſſer, wenn ich ſage, als ein Kind denn Sie ſind jung genug, um meine Tochter ſeyn zu können; dann, verlaßt Euch darauf, dann will ich wieder kommen, denn es würde mir das Herz erleich⸗ tern, Zeuge eures Glücks zu ſeyn. Aber wenn ich nicht kann, lebt wohl lebt wohl, der Sergeant hatte Unrecht, ja, der Sergeant hatte Unrecht!

Dieß waren die letzten Worte, welche Jasper Weſtern und Mabel Dunham je von Pfadfinder hörten. Er entfernte ſich, da die Macht der Gefühle ihn überwältigte und befand ſich ſchnell an der Seite ſeines Freundes. Als letzterer ihn kommen ſah, lud er ſich ſeinen Pack auf und ſchlüpfte unter die Bäume, ohne zu warten, bis er angeſprochen wurde. Mabel, ihr Gatte und June, ſahen noch lange der Geſtalt des Pfadfinders nach, in der Hoffnung, daß er ihnen noch einen Wink oder einen Scheideblick zuwerfen werde; aber er ſchaute nicht zurück. Ein⸗ oder zweimal kam es ihnen vor, als ob er den Kopf ſchüttelte, wie einer, der im Schmerze