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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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vollen Gefühle, welche die Stumpfſinnigen, die nur den äußern Anſtrich des Gemüthes tragen, überraſcht haben würden.

Sie reisten am Morgen mit einander ab Pfadfinder ernſt und umſichtig in Allem, was er that Big Serpent dem Bei⸗ ſpiele des Gefährten in tiefem Schweigen folgend, und June demüthig, entſagend, aber von Kummer gebeugt. Sie fuhren in zwei Kähnen; der des Weibes blieb zurück. Chingachgook ruderte ſtromaufwärts voraus, und Pfadfinder folgte. Sie ſteuer⸗ ten zwei Tage weſtwärts und ſchlugen eben ſo oft ihr Nacht⸗ lager auf den Inſeln auf. Zum Glück wurde das Wetter milder und als ſie in den See gelangten, fanden ſie ihn ſo glatt und ruhig, wie einen Teich. Es war der Sommer der Indianer, die Zeit der Windſtillen; die dunſtige Atmoſphäre hatte faſt die Milde des Juni.

Am Morgen des dritten Tages kamen ſie an der Mündung des Oswego vorbei, wo das Fort und die ruhige Flagge ſie ver⸗ geblich zum Landen einlud. Ohne einen Blick ſeitwärts zu werfen, ruderte Chingachgook über die dunkeln Waſſer des Stromes und Pfadfinder folgte in ſchweigender Emſigkeit. Die Wälle waren mit Zuſchauern angefüllt; aber Lundie, welcher in ihnen ſeine alten Freunde erkannte, geſtattete es nicht, ſie anzurufen.

Gegen Mittag fuhr Chingachgook in eine kleine Bai ein, wo der Scud in einer Art Rhede vor Anker war. An dem Ufer befand ſich eine kleine, vor Alters entſtandene Lichtung und am Rande des Sees lag ein etwas roh behauenes, neues und vollſtändig ausgebautes Blockhaus. Der ganze Platz trug das Gepräge der Wohnlichkeit und des Ueberfluſſes der Gränze, obgleich er etwas wild und ein⸗ ſam war. Jasper ſtand am Ufer, und als Pfadfinder landete, bot er ihm zuerſt die Hand. Die Begrüßung war einfach, aber ſehr herzlich. Es wurden keine Fragen geſtellt, denn augenſcheinlich hatte Chingachgook die nöthigen Erklärungen gegeben. Pfadfinder hatte die Hand ſeines Freundes nie mit mehr Wärme gedrückt, als