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lüſtern ſeyn, ſolche verdammliche Grauſamkeiten an irgend einem von ſeiner Majeſtät loyalen Unterthanen zu verſuchen. Es iſt wohl wahr, ich habe nicht lange in der Königlichen Flotte gedient; aber ich habe gedient und das iſt ſchon etwas, und an den Kaper⸗ zügen, an der Bekriegung des Feindes in ſeinen Schiffen und Schiffsladungen habe ich vollen Antheil genommen. Aber ich glaube, es gibt keine franzöſiſchen Wilden auf dieſer Seite des Sees, und wenn ich nicht irre, ſo habt Ihr geſagt, daß der Ontario eine breite Waſſerfläche iſt?“
„Ja, er iſt breit in unſern Augen,“ erwiederte der Pfadfinder⸗ ohne ſich Mühe zu geben, das Lächeln zu verbergen, daß ſeine ſonnverbrannten Züge überflog, doch ich weiß nicht, ob ihn nicht einige für ſchmal halten. Jedenfalls iſt er nicht breit genug, den Feind abzuhalten. Der Ontario hat zwei Enden, und der Feind, welcher zu furchtſam iſt, über denſelben zu ſetzen, weiß wohl, daß er um ihn herumgehen kann.“
„Ach, da haben wir's ja, mit euern v— n Friſchwaſſerteichen!“ brummte Cap mit einem Seußzer, der laut genug war, ihn ſchnell ſeine Unvorſichtigkeit bereuen zu laſſen.„Kein Menſch hat je ge⸗ hört, daß ein Pirat oder ein Schiff geſchwind um ein Ende des atlantiſchen Oceans herumgekommen wäre!“
„Vielleicht hat der Ocean keine Enden?“
„Freilich hat er nicht; weder Enden, noch Seiten, noch Grund. Das Volk, welches feſt an einer ſeiner Küſten vor Anker liegt, hat nichts zu fürchten von den Bewohnern eines jenſeitigen Anker⸗ platzes, mögen ſie ſo wild ſeyn, als ſie wollen, wenn ſie nicht die Kunſt des Schiffsbaus beſitzen. Nein, nein! Die Leute, die an den Ufern des atlantiſchen Meeres wohnen, haben wenig für ihre Häute und ihre Scalpe zu fürchten. Da kann einer ſich doch Nachts mit der Hoffnung niederlegen, am Morgen ſein Haar noch auf dem Kopf zu finden, wenn er nicht eine Perücke trägt.“ „Hier iſt's nicht ſo. Doch ich möchte das junge Frauenzimmer


