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Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
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„Ich weiß das nicht. Der Weiße findet ſeine Schwierigkeiten, wenn er ſich die Fertigkeiten der Rothhäute aneignen will, wie der Indianer, wenn er die Wege einer weißen Haut geht. Es liegt, wie ich meine, in der Natur, daß keiner von beiden in die Weiſe des andern vollkommen eingehen kann.“

„Und doch ſagen wir Seeleute, die wir ganz um die Welt herumkommen, es gebe allenthalben nur eine Natur, beim Chi⸗ neſen dieſelbe, wie bei dem Holländer. Was mich anbelangt, ſo fühle ich mich geneigt, daſſelbe anzunehmen; denn ich habe im All⸗ gemeinen gefunden, daß alle Nationen Gold und Silber lieben, und die meiſten Männer Geſchmack an dem Taback finden.“

„Dann kennt Ihr Seefahrer die Rothhäute wenig. Habt Ihr je einen von Euern Chineſen geſehen, der ſein Sterbelied ſingen konnte, während ſein Fleiſch mit Splittern zerriſſen und mit Meſſern zerſchnitten wurde? während das Feuer rund um ſeinen nackten Körper wüthete, und der Tod ihm ins Auge ſtarrte? Könnt ihr mir einen Chineſen oder irgend einen Chriſtenmenſchen finden, der dieſes kann? Ihr werdet keinen finden mit einer Rothhautnatur, mag er noch ſo tapfer ausſehen, oder alle Bücher, die je gedruckt worden ſind, zu leſen verſtehen.“

„Nur die Wilden können einander ſolche hölliſche Streiche ſpielen, ſagte Cap, indem er ſeinen Blick unbehaglich unter den endlosſcheinenden Wölbungen des Forſtes umherſtreifen ließ.„Kein weißer Mann iſt je verurtheilt worden, ſolche Proben zu beſtehen.“

„Nein, da habt ihr mich wieder irrig verſtanden, entgegnete der Pfadfinder, indem er ſich ruhig noch ein leckeres Stückchen Wild⸗ pret als bonne bouche auslas;„denn obgleich dieſe Quälereien nur zu der Natur einer Rothhaut gehören, ſo mag doch eine weiße Haut ſie eben ſo gut zu ertragen vermögen, und wir haben oft Beiſpiele davon gehabt!“.

„Zum Glück,“ ſagte Cap, indem er ſeine Stimme klar zu machen ſich mühte,„wird keiner von Seiner Majeſtät Alliirten