Druckschrift 
Der Pfadfinder oder das Binnenmeer / von J. F. Cooper. Aus dem Engl. von C. Kolb
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Schiff entfernen zu laſſen, und wir wollen deßhalb, mit Eurer Erlaubniß unſere Geſellſchaft nicht trennen.

Was verlangt mein Bruder? fragte der Indianer ernſt, ohne ſich jedoch durch dieſes offen ausgeſprochene Mißtrauen beleidigt zu achten.

Eure Geſellſchaft, Meiſter Arrowhead, und nicht weiter. Ich will mit Euch gehen und dieſe Fremden ſprechen.

Der Tuscarora willigte ohne Bedenken ein und beauftragte ſein geduldiges, unterwürfiges Weibchen, welche ſelten ihr volles, reiches, ſchwarzes Auge anders als mit dem gleichen Ausdruck der Achtung, der Furcht und der Liebe auf ihn richtete, ſich zu dem Boot zu begeben. Nun erhob aber Magnet eine Schwie⸗ rigkeit. Obgleich muthig und, da wo es galt, von ungewöhnlicher Energie, war ſie doch ein Weib, und der Gedanke, in der Mitte einer Wildniß, von deren Unabſehbarkeit ſie eben erſt ihre eigenen Sinne überzeugt hatten, von ihren beiden männlichen Beſchützern verlaſſen zu werden, wurde ihr ſo peinigend, daß ſie den Wunſch ausdrückte, ihren Onkel zu begleiten.

Die Bewegung wird mir, nachdem ich ſo lange in dem Canoe geſeſſen, gut bekommen, lieber Onkel, fügte ſie bei, als das Blut langſam auf die Wangen zurückkehrte, welche ungeachtet ihrer Bemühung, ruhig zu erſcheinen, erblaßt waren,und vielleicht ſind auch Frauen bei den Fremden.

So komm denn, Kind. Es iſt ja nur eine Kabelslänge, und wir werden wohl eine Stunde vor Sonnenuntergang zurück ſeyn.

In Folge dieſer Erlaubniß ſchickte ſich das Mädchen, deren wirklicher Name Mabel Dunham war, an, die Männer zu begleiten, indeß das Weib des Indianers, Dew of. June, welche zu ſehr an Gehorſam, Einſamkeit und das Düſter der Wälder gewöhnt war, um Furcht zu fühlen, geduldig ihren Weg gegen das Boot richtete.

Junithau.