Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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günſtigt werden ſollen? Daß ein reineres und edleres Blut in ihren Adern rollte, als in dem übrigen Theil ihres Volks, ließ ſich leicht wahrnehmen; daß ſie allen Anſtrengungen und Gefahren gewachſen war, hatte ihr Benehmen in den Wäͤldern bewieſen, und nun, fügten ſie hinzu, habe ſieder Weiſe der Erde an einen Ort verſetzt, wo ſie in Gemeinſchaft mit gleichartigen, ver⸗ wandten Geiſtern ewig glücklich ſeyn könnte. 1

Sie änderten nun Ton und Gegenſtand, und ſpiel⸗ ten auf die Jungfrau an, welche in der nahegelegenen Hütte weinte. Sie verglichen ſie mit Schneeflocken, da ſie eben ſo rein, ſo weiß, ſo glänzend, und eben ſo, wie jene, dem Schickſal ausgeſetzt ſey, in der Sommerhitze zu ſchmelzen oder bei dem Winterfroſte zu erfrieren. Sie läugneten nicht, daß Alix in den Augen des Häupt⸗ lings, deſſen Haut und deſſen Schmerz dem ihrigen ſo gleich ſey, gar manche Reize beſitze; doch ſchienen ſie ihr, wenn ſie dies auch nicht deutlich ausdrückten, nicht die Vorzüge einzuräumen, die ſie dem Mädchen, das ſie be⸗

trauerten, zugeſtanden. Gleichwohl verſagten ſie ihr nicht

das Lob, zu welchem ihre ſeltene Schönheit ſie berechti⸗ gen konnte. Sie verglichen ihre Locken mit den üppigen Reben des Weinſtocks, ihr Auge mit dem blauen Him⸗ melsgewölbe, und die zarte Röthe ihrer Wangen dünkte ihnen lieblicher, als das fleckenloſe Gewölk, welches die Strahlen der Morgenſonne mit ihrem roſigen Schimmer beleuchten. 4

Während dieſer und ähnlicher Klagen hörte man keinen andern Ton, als das leiſe Gemurmel des Geſan⸗

ges, das nur durch jene lauten Ausbrüche des Schmerzes 21*