Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
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nichtung einer ganzen Völkerſchaft hatten ſie ihren alten Groll in vollem Maaße geſättigt, und ſich wegen der neuerlichen Schmach, die ſie von den Mingos erlitten, blutig gerächt. Die trübe, ſchwärzliche Atmoſphäre, welche die Stelle umgab, wo ſich die Huronen gelagert hatten, verrieth hinlänglich das unglückliche Geſchick dieſes wan⸗ dernden Stammes; und Hunderte von Raben, welche auf dem nackten Felſen umherflatterten oder krächzend über die unermeßlichen Wälder dahinzogen, bezeichneten den Ort, wo der unglückliche Kampf Statt gefunden hatte. Kurz, jedes Auge, das nur im geringſten mit der Art und Weiſe, wie man in den Gränzprovinzen Krieg zu führen pflegt, vertraut geweſen wäre, würde die untrüglichen Merkmaale der Schreckniſſe erkannt ha⸗ ben, welche eine indianiſche Rache begleiten.

Die aufgehende Sonne fand noch die Lenapes in Thränen. Kein Siegesruf, kein Triumphgeſang ließ ſich hören. Der letzte Nachzügler hatte bereits das Schlacht⸗ feld verlaſſen, um nur die ſchrecklichen Abzeichen ſeines blutigen Berufs von ſich zu werfen und ſeine Klagen mit der Trauer ſeiner Landsleute zu vermiſchen. Der Stolz und die Freude hatten der Niedergeſchlagenheit Platz gemacht, und den heftigſten Ausbrüchen menſch⸗ licher Leidenſchaft folgten nun die lebhafteſten Äußerun⸗ gen des Schmerzes.

Die Hütten ſtanden verlaſſen; allein Alle, welche der Tod verſchont, hatten ſich an einem nahgelegenen Orte verſammelt, und bildeten dort, in düſterem, feier⸗ lichen Schweigen, einen weiten Kreis von ernſten Ge⸗ ſichtern. Sie theilten alle daſſelbe Gefuͤhl, ſo verſchieden