Teil eines Werkes 
4.-6. Bdchn (1834)
Einzelbild herunterladen

29

Was mich betrifft, fuhr Hawk⸗eye fort, ſein Ge⸗ ſicht einen Augenblick gleichgültig nach der Seile wendend, nach welcher Heyward wies, ſo glaub' ich: das Paradies iſt zur Glückſeligkeit beſtimmt, und jeder Menſch wird ſie dort nach ſeinen Anlagen und Neigungen auf verſchiedene Weiſe genießen. Ich denke daher, die rothen Häute ha⸗ ben nicht ſo ganz Unrecht, wenn ſie glauben, es gäbe dort ſchöne Wälder voll Wildpret, wie es all' ihre Traditionen melden. Und was dies betrifft, ſo würd' es, denk' ich, einem Weißen, deſſen Blut unvermiſcht iſt, eben nicht zur Schande gereichen, wenn er zum Zeitvertreib

Hört Ihr's? Abermals! unterbrach ihn Duncan.

Ja, ja, mag es Nahrung im überfluſſe geben, oder mag ſte fehlen, die Wölfe ſind immer auf den Beinen, entgegnete der Kundſchafter,Es würde Einem ordent⸗ lich die Wahl ſchwer werden unter den Häuten der Sa⸗ tansbrut, wenn's hell wäre, und man zu dem Spaß Zeit hätte! Aber um wieder auf das Leben jenſeits zu kom⸗ men, Major. Ich habe Prediger in den Kolonien gehört, die ſagten, der Himmel ſey ein Aufenthalt der Ruhe. Aber die Begriffe der Menſchen von Glückſeligkeit ſind ſehr verſchieden. Ich meines Theils bei aller Achtung für den Willen der Vorſehung würde mich eben nicht ſehr glücklich fühlen in den Wohnungen der Ruhe, von denen jene Geiſtlichen predigen; denn ich habe von Natur einen Hang zur Bewegung und zur Jagd.

Duncan, der nun nach der Erklaͤrung des Kundſchaf⸗ ters zu wiſſen glaubte, wo das Gerauſch herrühre, ſchenkte jetzt dem Gegenſtande, für den ſich Hawk⸗eye ſo ſehr in⸗ tereſſirte, etwas mehr Aufmerkſamkeit.