Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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gangene iſt vergeſſen, und Willading hat, ſo wie mein altes Herz, einen neuen Beſitzer und einen neuen Herrn!

Der junge Mann umarmte zärtlich den Freiherrn, deſſen Charaktergüte ihm bekannt war und für welchen er die Achtung fühlte, die in ſeiner jetzigen Lage natür⸗ lich war. Er wandte ſich dann mit einem zögernden Blick zu Signor Grimaldi. Der Doge hatte nach ſei⸗ nem Freunde der Braut ſeine Glückwünſche dargebracht und Adelheid eben einen warmen, väterlichen Kuß auf die Wange gedrückt..

Ich bitte Maria und ihren heiligen Sohn für dich! ſagte der edle Fürſt mit Würde.»⸗Du trittſt in neue und ernſte Pflichten ein, mein Kind, aber der Geiſt und die Unſchuld eines Engels, eine Milde, welche die Sanft⸗ heit deines Geſchlechtes nicht zur Schwäche macht, und ein Charakter, deſſen Kraft jene Sanftheit eher hebt als entſtellt, können die Übel dieſer launiſchen Welt mildern und du darfſt mit Recht von dem Leben einen reichen Theil jener Glückſeligkeit hoffen, welche ſich deine junge Einbildungskraft in ſo goldnen Farben malt. Und du⸗ ſetzte er hinzu, als er ſich zu Sigismund wandte und ihn umarmtewem du auch durch den Willen der Vorſehung angehören mochteſt, du biſt jetzt mit Recht mir theuer. Der Gemahl der Tochter Melchior von Willading's würde ſtets ein Recht auf deſſen alteſten und liebſten Freund haben, aber wir ſind durch ein Band vereinigt, welches das ganze Intreſſe eines wunderſamen und feierlichen Geheimniſſes hat. Meine Vernunft ſagt mir, daß ich für frühern leichtſinnigen Stolz und Eigen⸗ willen geſtraft werde, indem ich der Vater eines Kindes