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der unverwandte Blick, die farbloſen Wangen und die ehrfurchtsvolle Miene verkündigten die Tiefe und den feierlichen Charakter der Gefühle, mit welchen ſie ſich vorbereite, den prieſterlichen Segen zu empfangen.
Der gute Schlüſſelmeiſter vollzog die Trauung; er hatte ſich nicht damit begnügt, den Freiherrn zu überre⸗ den, ſeine Vorurtheile zu opfern, ſondern auch um die Erlaubniß gebeten, das ſo glücklich angefangene Werk zu vollenden, indem er die Hände des jungen Paares vor dem Altar vereinigte. Melchior hörte der kurzen Feier⸗ lichkeit mit ſtummer Selbſtzufriedenheit zu. Er fühlte ſich in jenem Augenblicke geneigt zu glauben, er habe weislich die weltlichen Vortheile dem Recht geopfert, ein Gefühl, das durch die Ungewißheit ein wenig belebt wurde, die noch über der Abſtammung ſeines neuen Sohnes hing, der ſich ja noch als Signor Grimaldi's Sohn bewähren konnte, ſo wie durch die augenblick⸗ liche Freude, die er darin fand, daß er ſeine Unab⸗ hängigkeit an den Tag legte, indem er die Hand ſeiner Tochter einem Manne gab, deſſen Verdienſt feſter be⸗ gründet war als ſeine Abſtammung. So täuſchen ſich oft die Beſten und geben häufig Beweggründen Raum, welche ſich mit keiner genauern Unterſuchung vertrügen, wahrend ſie grade glauben, alles Recht für ſich zu ha⸗ ben. Der theilnehmende Schlüſſelmeiſter hatte das Schwankende und Ungewiſſe des Entſchluſſes des Frei⸗ herrn bemerkt und war zu der Bitte, dies Paar einſeg⸗ nen zu dürfen, durch die geheime Beſorgniß veranlaßt worden, der ſchwache Vater möchte, wenn die Scenen des Lebens ihn wieder umgäben, wie viele andere Väter


