Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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kennen könne, wiſſe er, daß Maſo der Sohn des Signor Grimaldi ſey. Dieſes gewichtige, unter ſo feierlichen Umſtänden abgelegte, und durch die Vorlegung wichtiger Papiere, welche mit dem Kinde abhanden gekommen waren, unterſtützte Zeugniß entfernte jeden Verdacht des Dogen. Er machte ſeinen Einfluß heimlich geltend, den Verbrecher zu retten, obgleich er nach fruchtloſen Ver⸗ ſuchen ſeiner Vertrauten, ihn auf den Weg der Beſſerung zu bringen, es durchaus verweigerte, ihn zu ſehen. Dieſer Art waren die ſich widerſprechenden Angaben. Während die Hoffnung und die hohe Wonne, ſich den Vater eines Sohnes wie Sigismund nennen zu können, den alten Fürſten ſich mit inniger Beharrlichkeit an die Anſprüche des jungen Kriegers anſchmiegen ließen, hatte ſein kälteres und umſichtigeres Urtheil ſich zu Gunſten eines Andern entſchieden. In dem langen geheimen Ver⸗ höre, welches der Scene in der Kirche folgte, verſank Maſo allmahlig mehr in ſich ſelbſt, wurde unbeſtimmt und geheimnißvoll, bis es ihm endlich gelang, alle, die Zeugen ſeines Benehmens waren, in einen peinlichen Zuſtand des Zweifels und der Ungewißheit zu verſetzen. Von dieſem Vortheil Nutzen ziehend, änderte er plötzlich ſeine Taktik. Er verſprach wichtige Aufklärungen, unter der Bedingung, daß man ihn an den Grenzen von Pie⸗ mont in Freiheit ſetzte. Der kluge Walliſer ſah bald, daß der Fall ener derjenigen zu werden ſchiene, wo man erwartet, die Gerechtigkeit werde aus höhern Grün⸗ den blind ſeyn. Er entfernte daher ſeinen geſchwätzigen Beiſtand, den Landvogt, um es den Gefühlen und Wün⸗ ſchen des Dogen zu überlaſſen, die Sache beizulegen.