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Maſo hörte anfangs kalt zu. Er fühlte das Miß⸗ trauen deſſen, der die Welt hinreichend kennen gelernt hatte, um alle die tauſend Ausflüchte zu kennen, zu wel⸗ chen die Menſchen greifen, um ihre täglichen Treuloſig⸗ keiten zu rechtfertigen. Er bat den Richter, ſich beſtimmt zu äußern und erſt nach geraumer Zeit und nach langen und beſchwerlichen Erlauterungen von beiden Seiten ka⸗ men die Partheien zu einem Verſtändniß.
Von Seiten derer, welche bei dieſer Gelegenheit die Stellvertreter jener erhabenen Eigenſchaft der Gottheit waren, welche bei den Menſchen Gerechtigkeit genannt wird, unterlag es keinem Zweifel, daß ſie es verſtanden, ihre Pflichten mit gewiſſen Beſchränkungen zu erfüllen, welche nach Belieben zu Gunſten ihrer Abſichten eintreten konnten; und von Maſo's Seite wurde kein Verſuch ge⸗ macht, den Argwohn, den er bis zuletzt nährte, zu ver⸗ bergen, daß er der Strafe nicht entgehen werde, wenn er die Stärke der Schutzwehr im geringſten minderte, welche ihn bis jetzt als den wirklichen oder angeblichen Sohn einer ſo mächtigen Perſon wie des Dogen von Genua ſchirmte.
Wie es gewöhnlich geht, wenn der gegenſeitige Wunſch da iſt, das Außerſte zu vermeiden, und die ſich kreuzen⸗ den Intreſſen mit gleicher Geſchicklichkeit vertheidigt wer⸗ den, ſo endigte auch hier die Unterhandlung mit einem Vergleich. Da das Ergebniß aus dem regelmäßigen Gange der Erzählung hervorgehen wird, ſo verweiſen wir den Leſer wegen der Erläuterung auf das Schlußkapitel.
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