wißt, dies iſt nicht der Fall. Wärt ihr daher von Bern getrennt, ſo hättet ihr augenſcheinlich gar keine. Ihr dort, Diener! Ihr habt ein Schwert an Eurer Seite, das ein gutes Bild unſerer Herrſchaft iſt; zieht es und hal⸗ tet es empor, damit Alle es ſehen. Ihr bemerkt, meine Freunde, daß der Mann ein Schwert hat; aber er hat nur Ein Schwert. Legt es zu Euern Füßen, Diener! Ihr bemerkt, Freunde, daß, wenn er nur Ein Schwert hat, und dieſes Schwert bei Seite legt, ihm ferner gar kein Schwert bleibt! Dieſe Waffe ſtellt unſere Regie⸗ rung vor, die, legt man ſie bei Seite, keine Regierung iſt und unſere Hand wehrlos läßt.“
Dieſer glücklichen Vergleichung folgte ein Murmeln des Beifalls, denn Peterchens Vortrag hatte alle Eigen⸗
ſchaften einer dem Volke zuſagenden Theorie, nämlich
eine kühne Behauptung, eine kurze Erklarung und eine praktiſche Erläuterung. Von der letztern ſprach man be⸗ ſonders lange hernach noch in der Waadt als einer Dar⸗ legung, die nicht weit hinter dem wohlbekannten Urtheile Salomons zurückgeblieben wäre, der zu demſelben ſcharf⸗ ſchneidigen Schwert ſeine Zuflucht genommen hatte, um einen faſt eben ſo verwickelten Punkt zu löſen, wie der vom Land⸗ vogt aufgeſtellte. Als ſich der Beifall ein wenig gelegt hatte, ſetzte der warm gewordene Peter ſeine Rede fort, welche die zufäͤllige und verallgemeinernde Logik der mei⸗ ſten Vorträge hatte, welche im Intreſſe der Dinge, wie ſie ſind, gehalten werden, ohne eine beſondere Rückſicht auf die Dinge, wie ſie ſeyn ſollen, zu nehmen.
„Was koömmt dabei heraus, daß man die Menge le⸗ ſen und ſchreiben lehrt?⸗ fragte er.„Hätte Franz Kauf⸗


