Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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Landvogts nicht. So ein Heide mag in ſeiner Art ſo übel nicht ſeyn, aber gewiß wird er nicht ſchlechter durch einige Erläuterungen und Bemerkungen, welche einem Doctor von Padua Ehre machen würden. Ich bitte Euch, fahrt fort, gelehrter Peter, damit uns Fremden nichts von den Feinheiten dieſer Darſtellungen entgeht.

Du ſiehſt, fuhr der behagliche Landvogt mit ei⸗ nem triumphirenden Blicke fort, ⸗daß eine kleine Erläu⸗ terung einer guten Sache nicht ſchaden kann, wenn ſie vauch den Geſetzen ſelbſt gälte. Ha, dort iſt Ceres und ihr Geleite und ein ſchöner Zug, für wahr! Dies ſind die Schnitter und Schnitterinnen, welche den Über⸗ fluß unſeres Waadtlandes darſtellen, Signor Grimaldi, welches, um die Wahrheit zu ſagen, ein reiches Land und der Allegorie wuͤrdig iſt. Dieſe Burſche, mit den an ihre untern Theile geſchnallten Stühlen und mit den Eimern, ſind Küher und alle die andern ſind mehr oder weniger bei der Sennerei betheiligt. Ceres war eine Per⸗ ſon von großer Wichtigkeit bei den Alten, ohne alle Frage, wie man auch an der Art ſieht, in welcher ſie von den Erzeugniſſen des Bodens umgeben iſt. Es gibt kein halt⸗ ares Anſehen, Herr von Willading, das ſich nicht gehö⸗ rig auf ausgedehnten Güterbeſitz ſtützt. Ihr ſeht, die Göttin ſitzt auf einem Throne, deſſen Verzierungen ſämmtlich der Erde entnommen ſind; eine Weizengarbe krönt den Himmel; volle Ähren der edlen Frucht ſind ihre Juwelen und ihr Scepter iſt die Sichel. Das ſind nur Allegorien, Signor Grimaldi, aber es ſind Anſpie⸗ lungen, welche bei dem Klugen geſunde Gedanken zu

erzeugen im Stande ſind. Es gibt keine Wiſſenſchaft,