Teil eines Werkes 
2. Th. (1833)
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gung zugeſtanden worden, daß die Parteien ihr Hadern aufgaben und ſich auch ſonſt ſo betrügen, daß ſie einem Feſte, bei welchem der Stolz eines jeden Vevayers ſo ſehr betheiligt war, keine üble Nachrede zuzögen. Alle Gefangenen, die Schuldigen wie die Unſchuldigen, gingen dieſe Bedingung gern ein, denn ſie befanden ſich in einem zeitlichen Gewahrſam, das keinen gründlichen Rechtsbe⸗ weis des Falles zuließ, und es gibt keinen wirkſamern Ausgleicher, als gemeinſchaftliches Mißgeſchick.

Maſo's Zorn, obgleich raſch und ungeſtümm die Wirkung eines ſüdlichen Temperaments war ſchnell in eine Ruhe übergegangen, welche wahrſcheinlich ſeiner Erziehung und ſeinen Grundſätzen beizurechnen war, worin er über ſeinen ausſchweifenden Gegner weit erhaben war.

Verachtung trat daher bald an die Stelle des Zorns,

und obgleich der Seemann zu ſehr an rauhe Berührun⸗ gen mit Leuten von der Klaſſe des Pilgers gewöhnt war, um ſich wegen des Vorgefallenen zu ſchämen, bemühte er ſich doch, den Vorfall zu vergeſſen, der eine jener moraliſchen Störungen war, mit welchen er ſich kaum minder vertraut gemacht hatte, als er daran gewöhnt war, phyſiſchen Kämpfen der Elemente, wie den auf dem Leman, in welchem er ſich ſo weſentliche Verdienſte erworben, zu begegnen.

Gib mir deine Hand, Konrad! ſagte er mit dem offenen Vergeſſen, das wohl die Ausſöhnung von Leuten charakteriſirt, welche inmitten der ſtürmiſchen, aber zu⸗ weilen veredelnden Scenen von Wagniſſen und Ungebun⸗ denheit ihr Leben hinbringen.Du haſt deine Launen und Gewohnheiten und ich habe die meinigen. Wenn du

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