Teil eines Werkes 
1. Th. (1833)
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erkaufen die Bedingung mußte dazu kommen, daß der unauslöſchliche Schandfleck ihrer Geburt für immer verborgen bliebe.

Adelheid ſah an dem kalten Schweiße, der auf Si⸗ gismunds Stirne ſtand, wie furchtbar er litt und ſie ſuchte ſogleich eine Gelegenheit, ſeine Gedanken auf ei⸗ nen minder beunruhigenden Gegenſtand zu lenken. Mit der Gewandtheit ihres Geſchlechtes und mit der Feinheit und Zartheit eines Weibes, das wahrhaft liebte, fand ſie Mittel, ihre freundliche Abſicht zu verwirklichen, ohne ſeinen Stolz nochmals aufzuregen. Es gelang ihr, ſeine Gefühle ſo weit zu beruhigen, daß, als ſie ſich ihrer Ge⸗ ſellſchaft wieder anſchloſſen, das Auſſere des jungen Man⸗ nes völlig jene ruhige und ſtolze Faſſung wieder gewon⸗ nen hatte, zu welcher er gegen das Bewußtſeyn des Flek⸗ kens, der ſeine Hoffnungen verdüſterte, indem er das Leben ſelbſt haufig zu einer faſt zu unerträglichen Bürde machte, ſeine Zuflucht zu nehmen ſchien.