thätige Landvogt ſeine Blicke auf die Jubelnden, um, wenn möglich, einen Anſtoß gegen die Gebräuche des Landes zu entdecken, der einen amtlichen Verweis noth⸗ wendig machen könnte; denn Peter gehörte zu der Klaſſe von Statthaltern, welche einen Drang haben, ihre Fin⸗ ger, ſelbſt die Luft, welche von dem Volke eingeathmet wird, in Bewegung ſetzen zu ſehen, damit es dieſelbe nicht von einer Qualität und in einer Quantität erhält, die für ein ausſchließliches Recht, das nach der jetzigen Sitte das erhaltende Prinzip genannt wird, gefährlich werden möchte. Mittllerweile ſchritten die Feſtlichkei⸗ ten fort.
Die Gärtner hatten die Bahn nicht ſobald verlaſſen, als ein feierlicher und ernſter Zug erſchien, um den of⸗ fenen Raum einzunehmen. Vier Mädchen, einen Altar tragend, der in antiker Form gearbeitet und mit paſſen⸗ den Sinnbildern verziert war, gingen voran. Sie wa⸗ ren ihrem Charakter gemäß gekleidet und hatten Blu⸗ menkränze in den Haaren. Knaben mit Rauchfäſſern ſchritten vor einem der Flora geweihten Altar her; die Hoheprieſterin der Göttin, mit der Stirnbinde geſchmückt und Blumen tragend, folgte dem Altar. Wie die übri⸗ gen Prieſterinnen, denen ſie voranſchritt, war ſie ſorg⸗ fältig in die Gewänder gekleidet, die ihr heiliges Amt andeuteten. Die Göttin ſelbſt ſaß auf einem von vier Madchen getragenen Thron*), der einen mit Blumen gezierten Baldachin hatte, und von dem an allen Seiten
*) Dieſe Rollen der Göttinnen, ſo wie des Bacchus wer⸗ den von Kindern von 10— 13 Jahren dargeſtellt.


