Einleitung.
Früh im October 1832 hielt ein Reiſewagen auf der Höhe des lange geſtreckten Abhanges, welcher von der hochgelegenen Ebene Moudon’'s in der Schweiz ſich zu dem Genfer See niederſenkt, unmittelbar über der kleinen Stadt Vevay. Der Poſtillion war abgeſtiegen, um ein Rad zu hemmen und dieſer Aufenthalt machte es denen, welche er führte, möglich, einen Blick auf das liebliche Landſchaftsgemälde zu werfen, welches dieſe merkwürdige Ausſicht darbot.
Die Reiſenden waren eine amerikaniſche Familie,
welche Europa lange Zeit durchwandert hatte und nun,
nachdem ſie Deutſchland mehrere hundert Meilen durch⸗ kreuzt, über das nächſte Ziel ihrer Reiſe in Ungewißheit war. Vier Jahre früher hatte dieſelbe Familie, ohnge⸗ fähr an demſelben Tage des Octobers und genau aus demſelben Grunde an dieſer Stelle angehalten. Sie reiſ'te damals Italien zu und wie die Glieder derſelben die Ausſicht auf den Leman⸗See mit den umliegenden Punk⸗ ten, Chillon, Chatelard, Blonay, Meillerie, den Savoyi⸗ ſchen Bergſpitzen und den wilden Alpenzügen überſchau⸗ ten, hatten ſie es ſchmerzhaft empfunden, daß ſie dieſes Feen⸗Land ſo ſchnell wieder verlaſſen mußten. Dies war jetzt anders; ſie gaben ſich dem Reize einer ſo grosartigen und doch ſo lieblichen Natur hin und nach wenigen Stunden
war der Wagen in einer Remiſe, ein Haus gemiethet, die Koffer ausgepackt und die Hausgöotter der Reiſenden
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