„Capitain Ludlow hat andere Dinge im Kopfe als das bloße Kapern der Brigantine,“ verſetzte lakoniſch der kurzgefaßte Patron,„der Gedanke, daß Alida de Barbe⸗ rie ſich auf der Brigantine befindet, hat großen Einfluß auf den Herrn.“
„Seltſame Unempfindlichkeit, Herr Van Staats, für einen, der mit meiner Nichte verlobt, ja ſchon ſo gut wie getraut iſt. Alida Barberie hat großen Einfluß auf den Herrn! Nun bitte ich, auf wen, der ſie kennt, hat ſie nicht Einfluß?“
„Die Meinung in Bezug auf das junge Fräulein iſt im Allgemeinen günſtig.“
„Meinung und günſtig! Soll ich aus dieſer Kälte
ſchließen, mein Herr, daß unſer Handel abgebrochen iſt, daß die beiden Vermögen nicht zuſammen kommen, daß das Madchen nicht Euer Weib wird?“ „Hört, Herr Van Beverout, einer der ſeine Renten keſthält und mit Worten nicht verſchwenderiſch iſt, muß deßhalb nicht nach dem Gelde Anderer lüſtern ſeyn, und bei guter Gelegenheit kann er auch von der Leber weg reden. Eure Nichte hat eine ſo entſchiedene Neigung für einen Andern gezeigt, daß dieſes meine fröhliche Ausſicht ſehr trüben muß.“
„Es wäre doch ewig ſchade, wenn ſo viel Nachfrage umſonſt wäre! das hieße ja eine Art Zahlungsunfähig⸗ keit in Cupidos Geſchäften! Die Menſchen ſollten in allen Handelsſachen aufrichtig zu Werke gehen, Herr Van Staats, und ſo werdet Ihr mir denn erlauben, zum Be⸗ huf einer letzten Auseinanderſetzung die Frage zu thun,


