Teil eines Werkes 
2. Th. (1850)
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alter Freund er war dieß in Folge der Bekanntſchaft mit ſeinem Charakter, wenn auch nicht in Folge längeren Zuſam⸗ menlebens an geiſtiger Bildung gewonnen hatte, ein auf⸗ richtiger Chriſt, und als früherer Senator ſeines Staates geſchätzt, ſowie von Allen, die ihn kannten, geachtet und geliebt war.

Eine ſolche Laufbahn hat jedoch in Amerika nichts Auf⸗ fallendes, ſie iſt ein gewöhnliches Begebniß und zeugt von der Macht des Mannes, wenn er ſeine Kraft frei verwenden kann, während die des Scalpier⸗Peter's von der Allmacht Gottes, Zeugniß gab. Hier ſah ich ihn, inmitten der verhaßten Raſſe lebend, liebend und geliebt, den Segen des Himmels in gleicher Weiſe für alle Farben erflehend, und auf ſeine Ueberlieferungen und ſeinen Aberglauben mit einer Art ſchwermüthigen Intereſſes blickend, wie ſich wohl in unſer Aller Gedächtniß die Scenen, Sagen und Gefühle einer wirren Jugend abſpiegeln.

Nach dem Mittagseſſen durchwanderten wir den Garten und ſahen nach den Bienenſtöcken. Der General, Margaret und Peter begleiteten uns. Der Erſtere wußte viel zum Lobe ſeiner ſummenden Freundinnen zu ſagen, denen er offenbar noch mit großer Vorliebe zugethan war. Der alte Indianer war anfangs traurig, dann lächelte er und ſprach, indem er ſich zu mir wendete, ernſt und faſt mit ſeinem alten Feuer und der beredten Zunge:

Ich hören, Ihr ein Buch machen, ſagte er.In dieſem Buch ſagen Wahrheit. Ihr mich ſehen, armen, alten Indianer. Mein Vater einſt Häuptling, ich großer Häuptling. Aber wir alle Kinder. Nichts wiſſen. Wie klein Kind, obgleich großer Häuptling. Glauben Ueberlieferung Glauben, dieſe Erde flach, glauben, Indianer können

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