Teil eines Werkes 
2. Th. (1850)
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fuhren ab. Wir hatten zwölf Meilen zurückzulegen und fan⸗ den einen leicht ſandigen Weg, der jedoch minder ſchwierig wurde, je näher wir der berühmten Prärie kamen. Und in der That verdient dieſer merkwürdige Ort, daß man ihn berühmt nennt und daß ihm eine beſſere Feder, als die unſrige, ſeinen Ruhm ſichert. Wir fanden in Betreff ſeiner alle unſere Erwartungen verwirklicht und fuhren mit einer Bewunderung, welche nicht ganz frei von einer Art Schauer war, durch die reiche Seenerie, welche ſich unſerem Auge erſchloß.

Wenn der Leſer ſich ein Bild von dem Prärien⸗Kreiſe machen will, muß er ſich eine eirunde Fläche von fünf und zwanzig bis dreißigtauſend Morgen ungemein fruchtbaren Bodens ohne jede Erhöhung und faſt ohne eine Ungleichheit denken. Einige kleine Höhlungen gibt es jedoch, in welchen ſich Quellen finden, die große Teiche nähren, deren herrliches Waſſer das Vieh trinkt.

Dieſe Fläche iſt, ſo weit wir ſte geſehen haben, jetzt ganz eingezäunt und angebaut. Die Felder ſind groß, manche ent⸗ halten achtzig, andere ſogar hundert und ſechszig Morgen, die meiſten ſind mit Waizen beſäet. Meierhöfe mit Scheunen und anderem Zubehör des ländlichen Lebens erheben ſich da und dort. In der Mitte der Prärie iſt eineInſel, das heißt ein Wald von fünf bis ſechshundert Morgen Flächen⸗ inhalt, welcher mit den herrlichſten einheimiſchen Bäumen beſetzt iſt, die wir je geſehen haben. In der Mitte dieſes Waldes breitet ſich ein kleiner, kreisrunder See aus, der mehr als eine Viertelmeile im Durchmeſſer hat. Ein Spaziergang in dieſem Walde, der keine Lichtung, ſondern ein jungfräu⸗ licher Wald nach alter Weiſe iſt, erſchien uns in den heißen Stunden eines Sommertages wahrhaft entzückend.