Teil eines Werkes 
2. Th. (1850)
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Dieß Alles waren lobenswerthe Züge, und wir freuten uns, daß ein Mann ſich ihrer rühmen konnte, welcher unſere Achtung bereits in ſo hohem Grade beſaß. Detroit zeigte ſich uns als eine ſchöne, blühende Stadt, deren Bevölkerung ſich bereits auf zwanzig tauſend Seelen beläuft. Die Ufer der ſchönen Enge, an welcher dieſe Stadt liegt, und die in Folge einer ſeltſamen Verſchmelzung von Bedeutungen und Sprachen gewöhnlichDetroit river genannt wird, wim⸗ melten von thätigen, kräftigen Menſchen, und wir wüßten kaum, wohin wir uns wenden ſollten, um eine freundlichere Landſchaft zu finden, als die war, welche ſich unſeren Blicken darbot, als wir an der Inſel Bobolo(Bois blanc), bei Malden, vorüber kamen. Sie glich vollkommen einem Minia⸗ tur⸗Gemälde von Konſtantinopel, ohne deſſen morgenländiſche Eigenthümlichkeiten.

Zu Detroit begann unſere Ueberraſchung über die Fort⸗ ſchritte der weſtlichen Civiliſation. Zur Zeit unſerer Erzäh⸗ lung war, die Umgebungen von Detroit ausgenommen, die ganze Halbinſel Michigan in dem Zuſtande der Natur. Auch fing man erſt ſeit zwanzig Jahren an, die Anſiedelungen aus⸗ zudehnen, und jetzt glaubt man bereits in einem lange bewohnten Lande zu reiſen. An Baumſtümpfen fehlt es natürlich nicht, denn man nimmt ſtets neue Felder in Anbau, im Ganzen aber glaubt man ein bereits längere Zeit bewohntes Land vor ſich zu haben.

Wir verließen Detroit auf der Eiſenbahn und raſſelten

mit einer Geſchwindigkeit, welche dem weſtlichen Dampfe alle

Ehre machte, der untergehenden Sonne entgegen. Unſer Weg führte an einer ziemlichen Anzahl großer Dörfer vorbei, wir müſſen im Verlaufe weniger Stunden wenigſtens ein Dutzend