—-— 15—
von Zeit zu Zeit heimlich, aber mit großer Achtſamkeit, den Stein und die Zündpfanne ſeiner Waffe.
Dieſes zweite Blaßgeſicht war von dem eben geſchilderten ſehr verſchieden. Er war noch jung, ſchlank, muskelkräftig, mager, aber elaſtiſch und ſtark, ein wenig gebückt und rund⸗ ſchulterig, und auf ſeinem Geſichte brannte ein nicht zu ver⸗ kennendes Licht, gleich dem des berüchtigten Bardolph, des Kumpans Fallſtaff's. Kurz, Whiskey hatte das Geſicht Ger⸗ ſhom Waring's in einer Weiſe gefärbt, welche ſein Thun ebenſo zuverläſſig andeutete, wie ſeine Sprache, ſeine Abſtammung verrieth, denn nach dieſer war er offenbar in einem der Staaten von Neu⸗England heimiſch. Gerſhom war aber ſo lange in den nordweſtlichen Gebieten geweſen, daß er viele ſeiner urſprünglichen Anſichten und Gewohnheiten gegen andere ver⸗ tauſcht hatte.
Von den Indianern war der eine, ein ältlicher, zurück⸗ haltender, erfahrner Krieger, ein Pottawattamie, Hirſchfuß genannt, welcher überall in den nordweſtlichen Gebieten— wo Waarenniederlagen oder Beſatzungen waren, Michigan bis Detroit hinab— eingerechnet, gar wohl bekannt war.
Der andere Indianer war ein Chippewa oder O⸗jeb⸗ way, wie die geſitteten Eingebornen jenes Stammes das Wort aus⸗ geſprochen wiſſen wollen. Bei den Seinigen nannte man ihn gewöhnlich„Taubenflügel,“— ein Name, welchen er der Raſchheit und Weite ſeiner Ausflüge verdankte. Dieſer junge Mann, der kaum das fünf und zwanzigſte Jahr erreicht hatte, erfreute ſich bereits eines hohen Rufes bei den zahlreichen
Steämmen ſeiner Nation als Bote oder„Läufer.“
Der Zufall hatte dieſe vier Männer, welche, wie bemerkt,
einander ganz fremd waren, auf der Eichen⸗Lichtung, deren wir


