Teil eines Werkes 
1. Th. (1850)
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gehend ſind, ſondern auch keinen höheren Zielpunkt haben, als den, welcher ihnen das allergewöhnlichſte Intereſſe anweiſt.

Wir ſelbſt leben der feſten Ueberzeugung, daß die Hand der Vorſehung allen Raſſen, Farben und Nationen den Weg andeutet, welche den Oſten und Weſten zumal ihrem großen Ziele zuführt. Böſe Geiſter umlagern die Pfade der Wan⸗ derer, und Millionen verlaſſen die wahre Richtung und ſtreifen im Irren umher; dem fehlt' der ernſte Wille, vorzuſcheiten, jener ſtürmt in ungemeſſener Eile voran, um raſcher an das Ziel zu kommen, als ſeine Genoſſen, alle aber ſind der wich⸗ tigen Gebote und Lehren uneingedenk, welche uns von Oben gegeben werden. Demungeachtet ſchreitet das große Ganze vor, und der Tag iſt gewiß nicht fern, wo die ganze Erde von der Erkenntniß des Herrn erfüllt iſt,wie die Gewäſſer die See bedecken.

Ein mächtiger Stein des Anſtoßes für die zahlreiche Klaſſe wohlgeſinnter aber beſchränkter Moraliſten iſt das ſcheinbare Unrecht, welches die Vorſehung in ihrem Walten über die Menſchheit zuläßt. Solche Menſchen faſſen die Dinge nur von einer Seite in das Auge und legen an alle Grundſätze das Maaß ihres eigenen Verſtandes. Wenn wir das Verhältniß der Gottheit zu uns begreifen könnten, wie wir unſer Verhältniß zu ihr begreifen, ſo dürfte ſich vielleicht ein ſcheinbarer Grund zu dieſen Zweifeln auffinden laſſen, da dieß aber nicht der Fall iſt, muß man jeden Verſuch, Dinge zu erklären, für deren Verſtändniß unſer Geiſt noch nicht hin⸗ reichend gereift und ertüchtigt iſt, nicht nur für eitel, ſondern für ſündhaft erklären. Werfen wir einen Blick auf Italien.