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Kapriolen, ſo daß wir Alle in unſerer Ueber⸗ zeugung beſtärkt wurden, er ſei früher ſchon unter Europäern geweſen und habe denſelben zum Luſtigmacher und Hanswurſt gedient. Na⸗ mentlich ſchien er ſich unſeren braven, aber mür⸗ riſchen Jack zum Gegenſtande ſeiner Poſſen aus⸗ erſehen zu haben. Er ſprang ihm unverſehens auf den Rücken, nahm ihm den Hut weg, er⸗ griff ihn bei den Beinen, und war dann ſtets ſo ſchnell verſchwunden, daß Jack ihm trotz al⸗ ler ſeiner Bemühungen keinen Schlag beibringen konnte. George ſchien einen ungemeinen Spaß daran zu haben, um ſo mehr, da der Orang⸗ Utang ſogleich ſtill und ſanft wurde, wenn George ihn anſah, oder ihm ein Wort zurief. — Ich werde ihn behalten! rief er. Das
Thier macht mir Spaß. Wir wollen ihm einen
Namen geben. Er ſoll Hopp heißen!
Jack ſchien durchaus nicht einverſtanden da⸗ mit zu ſein, aber Hopp erwarb ſich ſeine Gunſt dadurch, daß er ihm Waſſer aus einer nahen Quelle in Flaſchen ſchöpfen half, wobei er eine erſtaunliche Geſchicklichkeit zeigte. Ueberhaupt amüſirten wir uns auf unſerer ganzen Reiſe bis Colombo über das Thier. Es ſteckte voller Liſt und Kniffe, meiſtenthells aber unſchuldiger Art, und zeigte ſich bei allen Gelegenheiten ſo an⸗ ſtellig und klug, daß wir gar keinen Zweifel mehr darüber hatten, er habe ſich ſchon früͤher in anſtändiger Geſellſchaft bewegt. Hopp wurde zum allgemeinen Liebling, nur die Cingaleſen und Lorana wichen ihm aus. Auch Lucky küm⸗ merte ſich nicht viel um ihn. Hopp ſelbſt aber
ſchien keinen anderen Herrn zu kennen, als
George. Wir konnten ihm ſagen, was wir wollten, er hörte nicht auf uns. Aber ein ein⸗ ziges Wort, ein einziger ſtrenger Blick von George brachte ihn zum Gehorſam, und Hopp ſchien alſo abermals einen lebenden Beweis von der Dankbarkeit der Thiere gegen ihre Retter zu liefern. Es war ein Seitenſtück zum Löwen des Andronikus.
In Colombo erwartete uns„die Schwalbe,“ ſo hatte George Lacadie ſein Schiff getauft. Aber Sir Arthur hielt uns noch einige Tage in der Stadt feſt. Noch einmal wurde die
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Frage debattirt, was aus Lorana werden ſolle. George ſchien nur ungern darüber zu ſprechen. Sir Arthur erklärte ſich dafür, ſie auf der In⸗ ſel zu laſſen, und an einen braven Cingaleſen zu verheirathen. Aber George ſchien nicht ganz damit einverſtanden und meinte, man ſolle Lo⸗ rana ſelbſt fragen. Es geſchah, und wie ich vermuthet hatte, erklärte das junge Mädchen ſich dafür, bei George zu bleiben. Sie that dies mit einem ſo holden, ſchämigen Weſen, daß ich kaum daran zweifelte, ſie hege noch andere Gefühle, als die der Dankbarkeit gegen ihren Retter. George ſeinerſeits erröthete, als Lorana ihre Antwort gegeben hatte, und Sir Arthur lächelte etwas malitibs. Die Sache war nun abgemacht. Wir nahmen den herzlichſten Ab⸗ ſchied von unſeren Freunden, mit dem Verſprechen, noch einmal zurückzukehren, ehe wir das oſtin⸗ diſche Meer verließen, und ſchifften uns auf der „Schwalbe“ ein.
Als wir den Hafen von Colombo verließen, ſaß Hopp oben auf dem Maſtkorbe, wohin er Lucky gefolgt war, und Lorana ſah mit einiger Bangigkeit die Spitzen der Raaen die Wellen berühren, als eine tüchtige Briſe unſer Schiff erfaßte. George aber ging gedankenvoll mit großen Schritten auf dem Deck auf und ab.
— Lucky! rief er dann.
Der Knabe ſtand nach wenigen Augenblicken neben ihm..
— Du biſt allein in Deiner Koje? fragte ihn George.
Der Knabe machte ein bejahendes Zeichen.
— Lorana wird bei Dir wohnen, ſagte George, und Du wirſt darüber wachen, daß keiner von den Matroſen ihr zu nahe tritt.
Lucky ſah ihn mit ſeinen glänzenden Augen an und ich glaubte zu bemerken, daß ſeine Lippen zuckten. Dann ſprang er fort und verſchwand zwiſchen dem Takelwerk und den Segeln.
II.
Es war eine der heiterſten und eleganteſten Geſellſchaften, die man wahrſcheinlich je auf 2*


