beſeſſen und benützt hat, und die Menſchen hören auf, ſich nach Reichthümern zu ſehnen, wenn die Mittel, ſie zu erlan⸗ gen, ihrem Bereiche entrückt zu ſein ſcheinen. Dieß iſt eines der Geheimniſſe, warum Italien bei den Müßigen und Gebil⸗ deten ſo beliebt iſt, obgleich Klima, Denkmäler und Erinne⸗ rungen jeder Art ohne Zweifel auch ihr Anziehendes haben. Dennoch iſt man in der Regel in Italien der Geldjagd⸗ Manie bei Weitem weniger ergeben, als in irgend einem andern Lande der Welt, und der Grund kann nur der ſein, daß dort die Zeit des Reichthums und der Macht vorüber iſt und tauſendfache Früchte in ihrem Gefolge gelaſſen hat, die um ſo wohlſchmeckender ſcheinen, je näher der Stamm ſeinem Verfalle iſt. Auf Martha's Vineyard jedoch hat dieſe Ver⸗ fallzeit ſo wenig wie in irgend einem Theile der großen Republik begonnen, und das Herz der Menſchen ſteht noch unter dem Einfluſſe jener Wünſche, deren Erfüllung die Grundlage der Genüſſe ſpäterer Jahrhunderte abgeben wird.
„Dieß iſt ein Glück für ein Schiff nach einem ſo kurzen Aufenthalte,“ erwiederte Daggett, nachdem er ſich ein wenig gefaßt hatte.—„Fangen die Thiere an, wild und ſcheu zu werden?“
„Sie ſind noch ſo ſorglos, wie an dem Tage unſerer Ankunft. Ich habe ſtets Sorge getragen, nur meine erfah⸗ renſten Leute zum Tödten und Auskochen auszuſchicken, und ſte hatten die ſtrengſten Befehle, die Thiere ſo wenig als möglich zu beunruhigen. Wenn Ihr Euer Schiff zu füllen wünſcht, rathe ich Euch, dieſelbe Vorſicht anzuwenden, denn der Sommer beginnt uns bereits ſeine Ferſen zu zeigen.“
„Ich werde den Winter hier bleiben, wenn ich nur mein Schiff fuͤllen kann,“ ſagte Daggett in entſchloſſenem Tone,
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