Sobald es bekannt wurde, daß dieſer Tag als Sabbat gelten ſollte, kamen Seife, Raſirmeſſer, Scheere und alle die gewöhnlichen Gegenſtände der Toilette eines Seemanns aus Kiſten und Kaſten und machten ſich die Felſen entlang ſicht⸗ bar. Eine Stunde verging mit Waſchen, Bart-⸗ und Haar⸗ ſcheeren, Unterſuchen der Kleider und Durchwühlen der nicht immer in dem beſten Zuſtande befindlichen Theile der Garderobe. Die Maate kamen„mit blanken Backen“ und hübſch geklei⸗ det aus dem bunten Gewühle, und es war jetzt Keiner auf der Inſel, welcher nicht in Folge dieſes Aufſchubs der gewöhn⸗ lichen Geſchäfte und des verſprochenen Feiertags ein ganz anderes Weſen geſchienen hätte, als eine Stunde früher.
Strenger Befehl erging, daß Niemand ſich den Robben nähern dürfe, denn man beſorgte, die Thiere möchten durch irgend eine Unbeſonnenheit geſchreckt werden. In jeder andern Hinſicht hatte die Mannſchaft über die Inſel zu verfügen, wenn ja ein ſo einſamer Ort, ein Fleck auf der Oberfläche der Südſee, der faſt ganz von ſchwimmenden Eisbergen umgeben war, irgend eine Zerſtreuung bieten konnte.
Roswell ſelbſt beſchloß, nachdem er einige Kapitel in Mary Pratt's Bibel geleſen hatte, einen neuen Verſuch zu machen, die Kuppe der öden Felſen zu beſteigen, welche ſich in dem Mittelpunkte der Inſel ſchroff emporthürmten. Er hatte faſt den ganzen Tag vor ſich, und zog wohlgemuth, ganz Leben und jugendliche Kraft, in dem Geleite Stimſon'’s aus.
Faſt in demſelben Augenblicke ruderte Hayard, der erſte Maat, in einem der Wallfiſchboote, welches mit Freiwilligen bemannt und mit Segeln verſehen worden, aus dem kleinen Hafen, um über die große Bai zu ſchiffen, um den vulkaniſchen Berg, aus welchem ſtets Rauch, und dann und wann Flammen emporſtiegen, näher in das Auge zu faſſen.
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