Teil eines Werkes 
2. Bd. (1849)
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Dennoch konnte er den Blick nicht von dieſer ſeltſamen, unbekannten Geſtalt abwenden, eine Geſtalt, wie er ſie nie vorher geſehen hatte, und welche, trotz ihrer jetzigen Klei⸗ dung, dem einen Geſchlechte eben ſo gut wie dem andern anzugehören ſchien.

Was Hans betrifft,— wir nennen Mary oder Molly Swaſh bei ihrem männlichen Namen, ſowohl weil wir uns deſſen ſtets bedient haben, als auch weil der andere Name bei einem ſolchen Weſen ganz ungeeignet wäre,— was Hans betrifft, ſo ſaß ſie halb abgewendet, mit dem Gewande in der Hand und bemüht, die Nadel zu brauchen, aber völlig ſtumm da.

Sie wußte, daß Spike's Auge auf ſie gewendet war, und ein heimliches Gefühl ſagte ihr, welche Veränderung Zeit, Mühſal und Kummer an ihr hervorgebracht, und gern hätte ſie dieſe Mängel in ihrer äußern Erſcheinung vor ihm verborgen.

Mary Swaſh war die Tochter und zumal die Frau eines Schiffscapitäns. Sie war, wie bereits bemerkt, in ihrer Jugend hübſch geweſen, und bis zu der Zeit, wo ihr Gatte ſie verließ, konnte ſie für eine Frau von anſprechen⸗ dem Aeußern gelten. Beſonders ihr Haar war von bemer⸗ kenswerther Schönheit und Fülle, und der Abſtand zwiſchen den langen, ſchwarzen, glänzenden, vollen Locken, welche ſie noch in ihrem dreißigſten Jahre umfloſſen, und den kur⸗ zen, grauen Struppen, welche ſich ohne Haube oder andere Kopfbedeckung emporſträubten, war nichts weniger als geeignet, ein Erkennen herbeizuführen. Dann war Hans ſeit einer Reihe von Jahren von dem Gatten getrennt und ſtand jetzt, wenn wir ſo ſagen dürfen, an dem Saume des Alters. Ihre Geſtalt hatte ſich ganz geändert, ihre