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Verſtand, ihr vortrefflicher Körperbau, Harry's männliche Zärtlichkeit, und vor Allem ihr frommer Sinn beſeitigten die Gefahr, und ſie war nun, wie der Leſer bemerkt hat, bemüht, ihren Schmerz niederzukämpfen, um dem noch unglücklicheren Weibe nützlich zu werden, welche auf eine ſo ſeltſame Weiſe ihre Freundin und Gefährtin geworden war.
Der Leſer wird bereits längſt geahnt haben, daß Hans Tier die Frauen an Bord der Swaſh zu ihren Ver⸗ trauten gemacht hatte. Seit den erſten Tagen ihres Zuſammenſeins kannte Roſa ihre Geſchichte in allgemeinen Zügen, und ſo erklärt ſich die ſichtbare Hinneigung, welche Mulford ſo ſehr überraſcht hatte. Vielleicht war Hans, als er ſich den Frauen entdeckte, theilweiſe von Eiferſucht geleitet, ſein Hauptbeweggrund war aber der Wunſch, ein ſo junges, unſchuldiges Weſen, wie Roſa, zu retten. Nur ein Weib konnte ſich dem Gedanken hingeben, ein Anbeter, wie Spike, dürfte Roſa gefährlich werden, Hans ſah aber mit dem Herzen, in welchem theure Jugend⸗Erinnerungen lebten, und nicht mit dem Auge des nackten Verſtandes.
Eine Bewegung des Verwundeten zog Roſa's Blicke von dem Fenſter ab. Sie trocknete raſch ihre Augen und wendete ſich zu ihm, da ſie glaubte, ſie dürfte, trotz der höhern Theilnahme ihrer Freundin, eine beſſere Wärterin abgeben als dieſe.
„Wo bin ich, und warum bin ich hier?“ fragte Spike und ſeine Stimme klang kräftiger, als nach Allem, was ſich begeben, zu erwarten war.„Das iſt keine Kajüte, — das iſt die Swaſßh nicht, es ſieht aus, wie ein Hoſpital.“
„Es iſt ein Hoſpital, Capitän Spike,“ ſagte Roſa ſanft und näherte ſich dem Bette.„Ihr ſeid verwundet worden und man brachte Euch nach Key⸗Weſt, wo Ihr


