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zu bedeuten, daß die Oberfläche des Meeres zwar manch⸗ mal ſpiegelglatt, nie aber von jener langen, wogenden Bewegung ganz frei iſt, welche man unter dem Namen „ſchwere Deining“ kennt. Dieſe Deining war jetzt nicht ſehr ſtark, aber doch mächtig genug, um unſern jungen Maat zuweilen zwiſchen zwei ſchwarze Wellenhügel zu bringen, welche ſeinen Ausguck auf achtzig bis hundert Ellen nach allen Seiten hin beſchränkte; dann hob ſie ihn wieder auf den Kamm einer Welle, wo er, ſoweit ſein Auge bei ſo unſicherm Lichte reichte, um ſich ſchauen konnte.
Einen ſolchen Augenblick nahm er jetzt wahr, um nach dem Wrack zu ſehen, aber vergeblich. Vielleicht war es in der Höhlung zweier Wellen, während er auf dem Kamm einer ſtarken Woge ſich erhob; vielleicht ſchwamm es auch ſo niedrig, daß die dazwiſchen liegenden Roller es ſeinem Blick entzogen. Einen Augenblick durchzuckte das Herz des jungen Mannes der ſchreckliche Gedanke, das Wrack könne bereits geſunken ſein; als er aber bedachte, wie langſam die Luft aus dem innern Raum entwich, fühlte er ſich wieder ermuthigt und ſah ein, daß das Un⸗ glück, ſo unvermeidlich es auch ſein möchte, ſeine Freunde noch nicht getroffen haben könne.
Er harrte einer neuen Welle, welche ihn emportrug,
hob Kopf und Schultern, ſo hoch er konnte, über die
Fläche der See und ſtrengte, abermals vergeblich, ſeine Augen an, um des Wracks anſichtig zu werden. Nichts war zu ſehen. Der Maat war bereits viel weiter ge⸗ ſchwommen, als er glaubte, und ſtand ſchon ſo fern, daß jeder Verſuch dieſer Art hoffnungslos ſein mußte.


