Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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geachtet dieſer Grundſchwächen hatte die gute Frau einige der beſſeren Anlagen ihres Geſchlechtes und machte ſich nie des Geringſten ſchuldig, das im ſtrengern Sinn einen Tadel zu Folge haben konnte.

Für Roſa war ſie jedoch keine Aufſeherin und Leh⸗ rerin, denn die Nichte hatte öfter Einfluß auf die Tante, als die Tante auf die Nichte. Dieſer war das Glück zu Theil geworden, daß ſie eine vortreffliche Erzieherin gefun⸗ den hatte, welche zwar nicht befähigt war, ihr eine feine Bildung zu geben, ſie aber in alle dem unterrichtete und leitete, was als achtenswerth und nützlich galt.

Roſa hatte Charakter und ſtarke Willenskraft, wie der Verlauf unſerer Geſchichte darthun wird; ihre gute Tante war aber nichts als ein Bild geiſtigen Unvermögens.

Die Unterhaltung über„jene anderen Geſchöpfchen“ wurde durch den Schauder der Miſtreß Budd vor„Thieren“ wirkſam beſeitigt, und da Joſh bald darauf auf das Deck gerufen wurde, hinderte dieß jede Wiederaufnahme des Gegenſtandes.

Die Frauen blieben einige Minuten unten, um von den Räumlichkeiten Beſitz zu nehmen, und kamen dann auf das Deck, um die Schrecken der Fahrt durch das Höllenthor mitanzuſchauen.

Roſa war ganz Auge, Staunen und Bewunderung alles deſſen, was ſie ſah. Es war dieß das erſte Mal, daß ſie überhaupt, und in irgend einem Fahrzeuge, auf dem Waſfer war, obgleich ſie in einem der bedeutendſten Häfen der Welt geboren und erzogen worden. Alles muß jedoch ſeinen Anfang haben, und dieß war Roſa Budd's erſter Ausflug auf dem Waſſer.

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