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nirgends in ſolcher Fülle, wie draußen auf der See. Auch die Seeluft iſt gut, und wenn ihre Nichte eine Seereiſe macht, ſo bekommt ſie beide Erforderniſſe zumal, und wohlfeil.“
„Glaubt Roſa Budd, ſie neige zur Auszehrung, Ca⸗ pitän Spike?“ fragte Mulford theilnehmend.
„O nein; wie Ihr wißt, darf man Schwindſüchtige nicht beunruhigen, daher Miſtreß Budd ſich auch wohl hütete, ein Wort über dieſen Gegenſtand fallen zu laſſen. Roſa glaubt, ihre Tante ſei leidend, und die Seereiſe werde ihretwegen unternommen; aber die Tante, dieſes verſchmitzte Ding, weiß, wie Alles ſteht.“
Mulford fand den Ausdruck in ſeines Befehlshabers Zügen faſt abſtoßend, während Spike die letzten Worte laut werden ließ. Dieſes Antlitz war niemals ſehr anzie⸗ hend, denn die Züge waren rauh und gemein, während die Farbe des ganzen Geſichtes ein zweifelhaftes Roth war, an welchem geiſtige Getränke und Wind und Wetter ziem⸗ lich gleichen Antheil zu haben ſchienen. Ein ſolches Ge⸗ ſicht, welches von einem Schimmer erfolgreichen Gehabens, um nicht zu ſagen, von Hoffnungen und Wünſchen erglänzte, bei denen man nur ungern verweilt, mußte für einen jungen Mann von Harry Mulford's edlen Gefühlen, vor Allem aber für Den etwas Abſchreckendes haben, welcher Empfindungen hegte, die, wie er ſich es vollkommen bewußt war, der ſchönen Roſa Budd galten.
Der junge Mann gab keine Antwort, ſondern wen⸗ dete ſein Antlitz dem Waſſer zu, um den Ausdruck des Widerwillens zu verbergen, welcher ſich, wie er wohl fühlte, ſtark darin malen mußte.


