Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
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rigkeit über dieſe Stellen weg, indem es bloß das weiße Waſſer vermied. Als man das Lothblei auf den Mittelpunkt des Kraters laufen ließ, fand man zwanzig Faden Tiefe. So tief war alſo der Krater, ſeine Stadt und ſeine Bevölkerung unter die Oberfläche des Meeres geſunken! Wenn ſich etwas über der Tiefe gehalten hatte, ſo war es längſt in den Strö⸗ mungen des Meeres abtrifftig geworden und hatte keine Spur zurückgelaſſen, die einen Ort bezeichnete, welcher noch vor kurzem von menſchlichen Weſen bewohnt worden.

Der Rancocus warf bei drei und zwanzig Faden Leine Anker, und man glaubte, ihn faſt über dem Colonie⸗Hauſe gefeſtigt zu haben. Während der nächſten vier und zwanzig Stunden ſetzte man die Machforſchungen mit Eifer fort und verſicherte ſich der Lage mehrerer bekannter Stellen; es fand ſich jedoch Nichts, an dem auch nur eine Spiere hätte befeſtigt werden können, um zu heben, was die Gewalt der Elemente verſenkt hatte.

Nach Verlauf der erwähnten Zeit hielt das Schiff auf Betto's Gruppe ab. Man fand den jungen Uruni im ruhigen Beſitze der Macht, wie früher. Von dem Schickſale der Colo⸗ niſten wußten die Eingeborenen nichts, waren aber erſtaunt, daß ſeit ſo langer Zeit keines ihrer Schiffe bei ihnen zuge⸗ ſprochen hatte. Der Verkehr war in der neuern Zeit nicht bedeutend geweſen, und die meiſten Kannakas hatten ſich ent⸗ fernt; denn bald nach Woolſton's Abſchied hatten die abſon⸗ derlichen Freunde der Menſchheit und die faſt ausſchließlichen Verehrer desVolkes ihnen mehr Arbeit aufgebürdet, als ſie zu leiſten vermochten, dagegen ſie zu bezahlen vergeſſen. Außer dieſem Umſtande wußten die Inſulaner wenig von der Colonie zu berichten. In allen Theilen dieſer Gruppe aber 21*