Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
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der neuen Geiſtlichen freies Spiel gehabt, und ſobald man ſich Exceſſen und Uebertreibungen überließ, war der gute Geiſt entflohen und, wie die Dinge ſtanden, konnte man nicht hoffen, daß er wiederkehren werde.

Die Sitten verſchlechterten ſich, ſobald die Religion jene falſche Richtung eingeſchlagen hatte. Selbſterhebung und Eigen⸗ dünkel, die unzertrennlichen Gefährten des Sectenſtreites, traten an die Stelle der Demuth, und ſo erhielt jener gefährlichſte Zuſtand des Geiſtes des Menſchen das Uebergewicht, in welchem er ſich einbildet, er heilige das, was er thut nebenher bemerkt, eine Stimmung des Gemüthes, welche ſehr Vielen nichts weniger als fremd iſt, obgleich ſie ihrer völligen Unwür⸗ digkeit recht gut bewußt ſein könnten.

Mit der Sittlichkeit der Colonie ſchien auch alles Gedeihen, ſelbſt das der weltlichen Intereſſen zu ſchwinden. Die Handels⸗ leute hatten ſich, wie gewöhnlich, bei dem politiſchen Kampfe ſchlecht benommen. Die eingefleiſchte Selbſtſucht dieſer Kaſte und das Streben nach Gewinn hatte ſie in den bedenklichſten und entſcheidenſten Augenblicken, oder als ihr Einfluß von Nutzen hätte werden können, fern gehalten; und als das Unheil geſchehen war und ſie deſſen Folgen dahin rechneten ſie unter andern auch das Fallen des Preiſes des Thrans in Europa, welches ſie dem Wechſel der Verfaſſung auf dem Krater zuſchrieben gewahrten, erhoben ſie ſich in fieber⸗ haften, verzweifelten Anſtrengungen, um dem Uebel zu ſteuern. Als die ruhigeren Köpfe der Minderheit vielleicht ſollten wir ſagen:der Mehrheit, denn, ſeltſam genug, die Minder⸗ heit herrſchte jetzt bereits auf dem Krater, indem ſie den Grundſatz der Herrſchaft der Mehrheit in vollem Maaß in Anwendung brachte, wir ſagen, als die ruhigeren Bürger

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