Ferner wußte man am Schluſſe des letzten, und an dem Anfange des jetzigen Jahrhunderts nicht halb ſo viel von den Inſeln des ſtillen Meeres, als man jetzt davon weiß. Bei einer ſolchen Magerkeit genauer Nachrichten, iſt es gar nicht unmöglich, daß Vieles ſich begeben hat, deſſen wir auch nicht mit einem Worte gedachten.
Auch darf man nicht vergeſſen, daß auf jenen entlegenen Inſelgruppen Menſchengeſchlechter geboren wurden, ihre Zeit verlebten, ſtarben und vergeſſen worden ſind, ohne daß die geſittigte Welt etwas von ihnen gehört hat, oder je hören wird.
Gibt man nun die Richtigkeit des Angeführten zu,— warum ſollte nicht alles hier Erzählte ſich zugetragen haben und der übrigen civiliſirten Welt gleichfalls unbekannt geblie⸗ ben ſein? Während der franzöſiſchen Revolutionskriege konnten unbedeutende Begebniſſe die allgemeine Aufmerkſamkeit kaum feſſeln, und wir dürfen über Intereſſen dieſer Art, zu jener Zeit, nicht urtheilen, wie man wohl jetzt von ihnen zu urthei⸗ len pflegt.
Was man auch von der Wahrheit und Genauigkeit der hier erzählten Begebenheiten denken mag, wir hoffen, man wird finden, daß dieſes Buch nicht ganz ohne eine gewichtige Lehre iſt. Die Wahrheit iſt zur Erläuterung eines Grund⸗ ſatzes nicht unumgänglich nothwendig, denn die Phantaſie ver⸗ tritt ſehr oft mit vielem Glück⸗ die Stelle der Wirklichkeit.
Der Leſer wird nun vielleicht wiſſen wollen, warum die wundervollen Begebenheiten, welche in dieſem Buche erzählt werden, der Welt ſo lange ein Geheimniß geblieben ſind.
Als Antwort darauf möchten wir fragen: ob man uns ſagen kann, wie viele tauſend Jahre die Waſſer ſich über die Niagara⸗Felſen geſtürzt haben, oder warum die civiliſirte


