Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
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alles kam gerade ſo heraus, als wenn jedes ein Recht darauf hätte. Da fühlte ich die unendliche Wichtigkeit, eine Geſährtin, in dem geiſtigen Sinne, in der Gattin zu haben.

Lucy war ſtets geiſtig begabt geweſen; aber ich hatte ihre Ueberlegenheit in dieſer Beziehung nie vollkommen gekannt, bis wir miteinander inmitten der reichen Erin⸗ nerungen und Scenen der alten Welt reiſten. Daß Amerika das größte Land der alten und neuen Zeiten iſt, will ich nicht in Abrede ſtellen. Alle Welt ſagt es, und was alle Welt ſagt, muß wahr ſein. Demungeachtet wage ich die Andeu⸗ tung laut werden zu laſſen, daß, caeteris paribus, und wo überhaupt die Neigung zum Denken vorliegt, die gei⸗ ſtige Exiſtenz eines jeden Amerikaners, welcher nach Europa reiſt, ſich an Intenſität verdoppelt. Dies iſt das Land der Thätigkeit, nicht des Gedankens, des ſchaffenden Gei⸗ ſtes. Die Thatſachen, nicht die denkende Vernunft führen hier die Reſultate herbei. Dann hat die Mannigfaltigkeit der Gegenſtände und Begebniſſe, wodurch in der alten Welt die geiſtigen Kräfte erregt und in Thätigkeit erhal⸗ ten werden, hier ihres Gleichen nicht. Dieſer Mangel an Gegenwart und Vergangenheit läßt den Amerikaner, ſobald er Pläne macht, ſich in die Zukunft ſtürzen. Dieſe Zukunft verſpricht viel und mag bis auf einen gewiſſen Grad die Schwäche rechtfertigen. Sehen wir uns aber vor, daß ſie unſere Erwartungen nicht täuſche.

Nach allem habe ich Lucy als die liebſte und ſchätz⸗ barſte Gefährtin befunden, ſeit wir Beide über das fünf⸗ zigſte Jahr hinaus ſind. Die Luft iſt nicht durchſichtiger als ihr reiner Geiſt, und ihr wende ich mich ſtets, wenn ich Rath, Mitgefühl und eine Stütze brauche, mit einer

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