lebendige Sprache der Beobachtung und geiſtreichen Auf⸗ faſſung. Ein Schiff, allein in der Einſamkeit des Oceans, iſt ein Gegenſtand des Nachdenkens und eine Quelle poetiſcher und zumal moraliſcher Gefühle; und da wir ſelten müde werden, von ihm zu ſchreiben, haben wir mehr als einen ſympathetiſchen Wunſch, die, welche uns mit einer Art literariſcher clientéle beehren, möchten des Leſens nie müde werden.
Bei der jetzigen Veranlaſſung ſind wir beſonders wegen des Kontraſtes in Verlegenheit, welchen wir zwi⸗ ſchen dieſem Glauben und leichtherziger Ungläubigkeit zu zeichnen verſucht haben. Wir halten beide Gemälde der bezüglichen Zeiten und Länder ganz angemeſſen, und haben uns bemüht, ſie lebendig und ohne alle Uebertrei⸗ bung hervortreten zu laſſen. Die Erfahrung eines jeden Tages kann es bewahrheiten, daß eine ſtarke natürliche Anziehungskraft zwiſchen Denen beſtehen kann, welche in einer ſolchen Beziehung weit geſchieden ſind; und wir hoffen nicht nur, ſondern wir ſind der ſichern Ueberzeu⸗ gung, daß es Menſchen gibt, in welchen der Grundſatz ſtärker iſt, als die einſchmeichelndſte und trügeriſchſte aller unſerer Leidenſchaften. Wir ſind beſtrebt geweſen, dies höhere und ausdauerndſte Moment dem Theile des Geſchlechtes anheim zu geben, bei welchem er, unſerer Ueberzeugung nach, ſtets am erſten gefunden wird.
Dieſes iſt der ſiebente See-Roman, welchen wir dem Publikum zu bieten wagten. Als wir den erſten


