die freundlichen Züge von Miß Effingham in finſteren Wolken haben untergehen ſehen, während ſie jetzt in bezauberndes Lächeln ſich aufhellen, wie wir ſämmtlich bemerkt haben.“
„Gleichwohl habe ich hier im Lande recht ſchönes altes Mobiliar geſehen, Vetter John.“
„Das will ich zugeben; aber in dieſer Gegend findet ſich dergleichen gar nicht. Vor einem halben Jahrhun⸗ dert waren die Transportmittel noch äußerſt ſchwierig, und wenige Leute wagten damals, luxuriöſen Hausrath in entlegene Ortſchaften kommen zu laſſen. Auch in die⸗ ſem Hauſe befanden ſich einige koſtbare alterthümliche Stücke Hausrath, welche mit vielem Gelde hier kaum zu bekommen waren; ſie ſind auch noch hier; aber das achtzehnte Jahrhundert kann im Ganzem als das finſtere Alterthum in dieſer Umgegend gelten.“
Nach beendigtem Frühſtück führte Mr. Effingham ſeine Gäſte und ſeine Tochter durch die vorzüglichſten Gemächer, indem er über die Anordnungen ſeines Vet⸗ ters bald tadelnde, bald ſcherzende Bemerkungen machte. Die Bibliothek war ein recht geräumiges Gemach, wenig⸗ ſtens hinreichend geräumig in einem Lande, wo die bür⸗ gerliche und öffentliche Baukunſt noch immer im Zuſtande der Verpuppung beharrt. Die Wände waren mit außer⸗ ordentlich hübſchen gothiſchen Zeichnungen in grünen Papiertapeten bekleidet; aber über jedem Fenſter fand ſich eine Lücke in der obern Borte, und da dieſe Borte die


