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Des Prieſters Augen begannen zu brechen: Er ant⸗ 2 wortete Anfangs nicht auf Godmaerts Klagen, ſammelte ſchiene aber alle Kraft, die ihm noch übrig geblieben. Er winkte durch eine leiſe Bewegung des Kopfes Ludwig und Ger⸗ trud herbei und ſagte mit ſchwacher Stimme, als ſie bei ihm ſtanden: 4 „Nun, meine Kinder,— jetzt werde ich ſterben,— ich fühle es!“ d Der Ton der Worte ließen keinen Zweifel über ihre Wahrheit. Gertrud ſank auf die Kniee vor dem Prieſter nieder und Ludwig folgte ihrem Beiſpiel. Der ſterbende Prieſter fuhr fort:. „Godmaert, ja, Ihr habt geirrt— und geſündigt, ſeine — aber Eure Reue iſt ernſtlich... „Im Namen Gottes, deſſen Diener ich bin— ich ver⸗ gebe Euch! Trauert nicht— aus Furcht, die Feinde 27 2 unſerer Religion— möchten ſiegen. Die Kirche unſres Herrn Jeſus Chriſtus— iſt unzerſtörbar.... aus der* Verfolgung geht ſie nur glänzender hervor;— aus Be⸗ kämpfung— ihrer Macht... Wolfangh, der Abt von
St. Bernhardt— wird Euch ſagen— was Ihr thun dem müßt.. Lieben Kinder! Habt Dank für Eure Liebe.— Wer — Wanket nie in Eurer feſten Liebe zu Gott! Gertrud Theo und Ludwig, Ihr werdet vereinigt werden, wenn die geliu Kirche— ihr Reuegewand abgeworfen hat... Aus dem Refo Himmel— wird— meine Seele über Euch wachen.... dem Liebet... ein... ander.. und..“ heit,
Seine Stimme verſagte und wurde unverſtändlich. Frag Er erhob zum letzenmal ſeine Hand und ſegnete die Knie⸗ f ſo ke enden. Noch einmal hob er die Augen zum Himmel und auch ſprach mit klarer Stimme die erhebenden Worte; eine
„Gloria in altissimis Deo.. et... in pfoh
terra pax hominibus l
Ende.


