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Wäͤchter— und dieß Alles wiederholt von dem dumpfen Nachtecho;— und Menſchen, die wie ſchwarze Schatten an den Mauern hin geheimnißvoll vorbeiſchlichen— dieß Alles zeigte deutlich die nahe Revolution an.
Die Geuſen waren um dieſe Stunde alle bei Mutter Schrikkel in der Peter⸗Potsſtraße verſammelt; der Saal konnte ſie kaum faſſen. Sie ſchienen Alle ſehr aufgebrachtz Verwünſchungen und Flüche war alles, was man hören konnte.
Der Tiſch, mit ſeinen gewöhnlichen Zierrathen, Dolchen, Töpfen und Gläſern, ſtand in der Mitte; doch weil um ihn her wenig Platz war, ſo hatte man die meiſten Stühle in ein ander Zimmer getragen. Die Geuſen ſtanden unter⸗ einander ohne Ordnung. Ihre Mäntel hatten ſie nicht abgelegt, weßhalb man die Dolche nicht ſehen konnte, welche ſie auf der Bruſt trugen.
So rief und disputirte Alles durcheinander, bis einer ihrer Eidesgenoſſen eintrat.
„Nun, Houtappel!“ riefen verſchiedene Stimmen ihm entgegen,„was habt Ihr vernommen? wie ſteht es mit Godmaert?“
„Geuſen!“ antwortete der Neueingetretene in beißen⸗ dem Tone,„Ihr werdet mir nicht glauben, wenn ich Euch die Wahrheit ſage. Der Henker ſelbſt ſchien entrüſtet, Bihees er mir davon erzählte— mein Herz leidet noch...“
„So ſprecht!“ ſiel ihm Schuermans in die Rede, „ſagt, was Ihr wißt?“
„Nun,“ erwiederte Houtappel,„ſie haben den edeln Godmaert wie wilde Thiere zerriſſen; auf der Folter aus tauſend Wunden ſein Blut abgezapft; und ſeine Glieder auseinander gezogen! Die ſchrecklichſte Tortur haben ſie bei ihm angewandt.— Und warum das?— Weil er, wie Ihr Alle, ein vlämiſcher Vaterlandsfreund iſt?“
Alle Geuſen lauſchten begierig und mit knirſchenden Zähnen ſeiner Erzählung, aber keiner ſprach.
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